Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
576
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57s R«ch-Buch.

wohl abtrucknen, darnach soll mans im zucker umkehren, daß er fein dünndaran hangen bleibt,und einen neben dem andern aufs reiterlein legen,undin einem back-ofen oder gar heissen stube geschwinde trucknen, so bleiben sieinwendig fein weich, man soll auch mercken, wenn man sietrucknen will, sollmans zuvor in dem syrup, darlnn sie gelegen seyn, ziemlich weich sieden, undnoch mehr zucker daran legen.

484. Das schone durchsichtige quitten-rverck zu machen,^u must die allerschönsten quttten,so nicht roth und mehlich seynd, gar^^ weich sieden, und wohl dicke schalen,damit nichts rothes darbey bleibt,und nur das beste herab schneiden, und geschwind durch ei» enges sieb schla-ge», nur was gern durch geht; und weil man die quitten durchschlägt, sollman wieder etwa zucker sieden, damit sie nicht lange stehen dörffm, man sollaufein halb pfund qmtten,ein pfund des allerschönsten zuckers nehmen,den-selben gar klein zerschlagen, und darein 1 ftidcl schönes wasser gieffen, und solang sieden lassen, daß, wenn man einen tropffen in ein kaltes wasser fallenlast, der von stund a n stehet, und zwischen den fingern als ein wachs sich drü-cken last, darnach soll man die quitten darein rühren, biß fein glattwird;man muß nicht gar lang rühren, es wird sonst nicht durchsichtig. Darnachstill mans in die darzu aehör/ae mode/oöer chrmen Maae/l, d/ese/ben zuvorms heisse wasser/egen,l/nd hernach m e/ner stube,doch ntchtgar in einer war-wen stube lassen trucken werden wen mans m einer gar warmen stube truck-net, bekommen sie M eme grobe ham, es mutz auch nicht zu kalt seyn, mankans auch nnt allerley farb-tücher gefärbt machen.wenn man dieselbe in daswasser weicht, das man an den zucker giest, und mit blauen korn-blumen-fasst kan mans schöne blau färben, daß es schön an gestalt gesotten, und mitqultten darein gerichtet seyn, wenn man nur ein klein löffel voll dieses ftfftsdarein giest, man muß nimmer sieden lassen. Man kans auch mit den bälgenvon schwartzen wein-oeeren weixel oder kirsch-braun färben, wenn man diegar wohl ausgebresten balge in dem wasser siedet, daß man an zucker giest,biß es die färbe annimmt.

48?. Citronen-stalten einzumachen.MAie citronen muß man länglicht oder rund spalten und 9 tage im frischen^" wasser liegen lassen, alle tage in ein frisches wasser legen, mit der Handvon einem geschirr in das andere legen, hernach fetzt man in einem grossenbecken ein wasser über .und laß es sieden,man saltze das wasser so vielFsmaneine fieisch-suppe saltzt, und wann das wasser siedet, so legt man die citronendarein, und last sie ziemlich wohl sieden, so viel man ihn weich oder hart ha-ben will, und nachdem legt man ihn wieder m ein frisches wasser, last ihneine halbe stunde liegen und legt ihn in etliche frische wasser allzeit über einehalbe stunde 3 oder 4 mahl, hernach legt man ihn aufein saubers tuch,.M paß