Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
523
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Roch-Buch.

5l;

wird, laß den teig wieder gehen, sodann nimm den krapffenchieß, schmiereihn wohl ein mit schmaltz, lege chn zum feuer, daß er wohl heiß wird, undschäume, nimm den teig, mache ihn in bänden finger dick aus.wie ein stritzeloder stollen, ist er zu lang, so mache zwey fir/ßel, winde den teigaufden hels-senbrat-spieß. schlag ein geschmiertes papterdarum, undbindsmitspagat»der bind-faden zu, daß er nicht herab falle, brate ihn bey einem guten feuereine viertelstunde,blß er braun werde,dumust den krapffen mit schmaltz undbutter beglessen, wenn er aufläufft, laß den spagat nach, daß er platz habe, soist er fertig, zuckcr chn nach deinem belieben.

?yo. Splest' krapffen.

(V?imm eine.gute süsse obere milch, zu einem krapffen brauchst du wohl drey*" seidcl, nimm zwey gantze eyer und vier dotter,ein Viertelpfund süsse but-ter, klein geschnittene nagelein, nmscaten-blüthe. ingberundzucker, dißal-les unter die milch, nimm schönes mehl,mach einen teig an, der nicht zu dickeist. daß er gleich rinnt, mach den spieß heiß, schmiere ihn, gieß diesen teig miteinem schöpff-löffeldarauff, brat ihn gemach, denn er fällt gerne herunter,^umustauch eine brat Pfanne untersetzen, den krapffen darffst du nichts»laug machen, als den obige« aufgewundenen, wann er nur ein viertel ellenlang ist, gieß i?m langsam auf damit er bleibt, und knopperich werde,wie einMtz.schlagel, brate lhn bey anderthalb stunden, daß er eine schöne färbe be-komme.

iyi. Ein anderer.M3an Min einem seide! guter oberer milch, die gar süsse isteines eyes groß^^ butter oder schmaltz zergehen lassen,und darunter thun zwey löffel vollfrische bier-gerben und 5 eyerHottn, alles woy! abgeschlagen, darnach mitschönem semmel mehl. das warm sey, einen teig anmachen, so fest, daß er im-mer in Händen klebt, und mit den Händen wohl arbeiten, und ihn aufemeschüssel legen, zudecken, und aufemem ofen lassen aufgehen, alsdann wiederauswürcken, und zu drey stucken schneiden, und se,n lauglicht würckeu, dar-nach den darzu gehörigen spießnnt schmaltz schmieren, und ihn lassen warmwerden, den teig um und um darum schlagen, und mit einem starcken zwirnüberbinden, und mit zerklopfftem eyer-dotter überstreichen, und bey einembrennenden feuer braten,biserstarrrt,und ihn wohlmitzerlassenemschmalßschmieren, biß er braun wird, und warm geben.

291 XVespen.nest.

zWimm einen löffel voll gerben oder bier-hefen unter die milch,ein viettel-^ pfund schmaltz oder butter,laß zergehen,nim 3 eyer>dotter und em gantzey, ein wenig muscatenMthe, rübr diß alles untereinander an, gieß es inmehl, mach einen teigan,der sichwürcken last walcke 2 finger breite stritzelvon diesem relg,schmier die stritzel mit zergangenem schmaltz oder butter, wi-

Uuu l ckel

«»^»i

f