Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
398
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

398

Artzney-Buch.

<

loth cardobenedlcten - rothes seid - rosen- chamillen- stabwsen-wasser, iedes^tchr loth, die saamen auf das klemeste geflossen, undmitdenenobbemeldtenwisserndie milch daraus gezogen, wie man sonst die mandel- odermelonen-mllch machte zu dieser milch thut man blau veilgen-zuckeroder blau veilgen-safft drey loth, wohl miteinander vermischt; dieses trancklein vertreibetund heilet das schmertzhaffte seiten-stechen, und alle andere schmertzen derfeiten, es muß auch der krancke darneben allezeit offen im leib seyn, sonder-lich mit weichenden l)auß-clystiren den leib täglich offen zu erbalten suchen;von diesemtrancknimmt man vier oder sechs loth aufeinmahl, mehr oderweniger, darnachdie naturen schwach oder starck seyn.

^. 6 Mehr ein mittet vor das seilen < stechen.

M3an nehme den safft vom roß - koth, für eine manns- person von einem^^ pferd, für eine welbs Person von einer stutten. starck ausgeprest, dar-von drey loth eingeben, äusserlich rührt man lebendigen kalck mtt Honig ab,und streichts wie em Pflaster auf, legt,? aufden schmertzen.

N. 7 Mehr ein Mittel vor das stechen / absonderlich

an der brüst.W^an neßme vier /oH mannn, und sechs loH lein-ö/ in einer snppe ein, aber^^ zuvor muß man zwantzig citrollen-kerne in der suppe sieden lassen, bißwasser ist gut, daß man es zu trincken giebt, von roher gersten, fugen, vrust-heerletn, weinbeerwn,M yoltz und bocks horniem, «des nach gedüncken.di. 8 Vor das stechen.

M an nehme ftauen - distel < kraut, chamillen und kaßpappel in jacklein, m^^ ziegen-mtlch gesotten, eines um das ander warm aufgelegt.

n. 9 Ein gutes rcceptvors siechen.

simm lein-saamen, koch ihn in ziegen -milch wohl, daß er gar dicke wird,sirelchs aufem tüchlem fingers dlck, und legs auf, wo der schmertz ist.

n. iQ Eine bewahrte kunst fürs stechen.

Mimm guten frischen kree« odermeerrattich, schab und schneid ihn gar"" klein, stchchn, und mach ihn in zwey säcklem, gieß einen guten wemdaran, und laß Mm, K g es fttn warm über/ allwo es dich sticht.

n. ii Eacklein vors feiten stechen.

^r.Aichnimm eine Hand voll chamillen, kleine päppeln samt der wurM/^ leinsilat ^ saamrn, auch von iedem eine Hand voll, thue dlß zusammen

in