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1 (1709)
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Artzney«Buch.

n. 15 Ein anders.

Mimm die wurtzel rhapontica zwey kleine schnitze!, laß sie in wein eine hal-^ besnmde welchen, hernach esse die schnitze!, und trincke den wein dar-auf, das thue drey morgen nacheinander, es hilfst der lung undleber; wennaber der magen erkaltet ist, lege die schnitze! m brandtwein eine halbe stunde,ist auch gut fürdampssigkeitundhusten,auch wenn einer um das Hertz ver-stopfst ist, der nehme neuen Honig, schneide der wurtzel etllche fchnitzeldar-ein, thue weln daran, laß einen wall aufthuu, wohl zuqrdeckt, dahderdampss nicht darvon gehet, esse die schnitze!, u»w trmck den wein dreymorgen.

n. 16 Ein anderer tranck zur lungen.Mr und mi!ß.IMan nehme hlrfch zungen,ochsewzungen, iedes ein loth, leber-undmut-»^ tcr-kcam, oder melissen, ledeszweyloth, fenchele»nquinllem,machsin einsacklein, hencks in wein, und trmck darvon, es reimgetdie innern glie-derzumauswerssen, eröffnet die enge der brüst, und verstupssungder lufft-röhren, so von lungen und leber über sich steiget.

^. 1/ Furluttgund/eber/stschrM.

M-rstllch pimpmes ,// wem Zesottett unb ueteunckess, benimmt die le-^^ bersucht, und ist sonderlich gut fürten bösen husten, und räumet dielrust, ist auch gut fürverstopssungder Über.

//. 18 Ein köstlicher tranck vor die lungensucht.

Mimm garbenckraut und blüthe zwölffhandboll, tormentill^wurtzelzwey^^ Hand voll, fee-blumen,wall°wurtzel,ptmpenell, gelbe scechlumen,creuß-wegrich, iedes eine Hand voll, zucker-rosat sechs loth, thue es in eine fissche,gieß Mey maaß wasser darauf, schraube es zu, laß sechs stunden in einemkessei voll wnsser sieden, l^man muh heisses wasser nachgiessen, daß es allezeitimsudbleibt^j hemuckntmm die flusche heraus. laß von sich selbsten ab-kühlen, feige das wasser durch ein tuch in eine gläserne fiasche, setz es inkeller, frühe ein halbes seidel warm getruncken, nachmittag um halb vierUhr auch soviel, mau muß vier Wochen gebrauchen, wenn es aus ist, somußmau ein frlfches sieden, dieses wasser hellet alle Versehrung der lun-ge, istgut vor daMutspenen, man muß aber darzwischen subtile srßney-en gebrauchen, etwan Men eine stunde bor dem nacht-essen, sie seyudvon rhabarbara, »der alve, dieses ist der vornehmste tranck in solchem zu-tzande.