»
Artzney-Buch.
zo6 ______________________________________________
blättern heraus muß, zuvor ei» wenig ausgeführet wird; man nehme einhalb loth sauber ausgeklaubte stnes-blatter, weich die in einer ungesaltzenenhüner-oder welches besser, zwetschken-suppe, darzu ein wenig aniß - faamengethan, über nacht an einem warnten ort stehe» lassen; früh setzt mans zumfeuer. last einen sud aufthun,und zerlaßt darin« anderthalb qumtlein man-na,seigt es durch ein tuch, und so warm es zu erleiden, ausgetruncken, undsichdaraufverhalten, wie gebräuchlich.
^. 5 Sobalddiekindererkrancken, daß man besorgt, sie bekom-men die blättern oder pocken.^o soll man ihnen ein wenig venedischen mythridat. einer guten erbis^^ groß, ein paar gran orientallschen bezoar. einer grossen linftls großrothe Myrrhen, ein blatlein vom besten gold, zusammen klein zerrieben, undmeinem erdrauch-safft, oder dessen wasser, oder cardobenedlcten - wassereingeben, niederlegen, und so darauf, wo möglich, ein wenig schwitzenlassen.
n. 6 Ein anders.
Wlmmdörre citronen-kerne, zu ttemem Mber aem<?chi, Mbdnrboneine gute meistrspttze volldt'nett kmdl'rn elngegebell, in was man will,zwey oderdrey nmhlMch soll man ihnen salbey-saamen stossen und einge-ben, vonbichn beyden sollen die blättern oder pocken schr ausschlagen, undgleich das Hertz stärcken.
n. 7 In der kinder gewöhnliches trincken soll man legen:Wrstlichein wenig praparirtes Hirsch-Horn, cardobenedicten-stamm,^^ ein wenigrothe Myrrhen, ein stücklnn pöonien-wurtzel, em blätleingold, drey.;erschü!ttene feigen, diese üncke alle zusammen mein pinckerleinoder laplein gebunden, und so ins trincken gelegt, alle zwey oder drey tage sollmansverneuern, man soll ihnen auch das trincken nicht zu viel verwehren,damit nichtder durst zu vielüberhand nimmt, noch sie gar zu hitzig halten,sondern in tempcrirter wärme.
^. 8 Dasgesottene linsen wasser istdencn kindern auch gar
tauglichundgul.«N?an nimmt linsen nach geduncken, wascht sie sauber, giesst frisches"^^ brmnml-wasserdaran, lastsie sieden, undwanns den ersten sud ge-than- feiget man das wasser herunter, und q,est wiederum einsauöers was-^ darwt, und lästs wieder sieden, biß genug ist, wanns genug gesotten hat,
wirfft