Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
301
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Artzney-Buch.

M

Für kopff-wehe.

In kopff-wehe sollen gelassen werden alle siarcke und unverdaulichespeisin/ eiNFesalyene / geräucherte fisthe und fteisch/ alles/ wassauer/ oder scnsien eine scharsse (so denen Nerven höHsischäd-lich/) in sich hat; sonderbar st^nd z», meiden das ubcrfiüßlZeuNdunordentliche ejsin und wein - tnncken. 1 liee und «tte je^ndhöchst nüylich.

i Zuden kopff-schmertzen.

simmbertram- weiß veilgewwurtzel,iedes drey quintleiN/fenchel-Fla-men einauintlein, mastix anderthalb quintlein, salbey-blatter, roß-marin, cardobenedict, ehrenpreiß, iedes ein wenig, dieses alles in an-derthalb ftidelwasser gesotten, aufdle letzt einen halben lossel voll hollunder-eßig darzu gethan, frühemorgens, soviel man kan, lauUcht mmunde gehal-ten, so langmannmg, hernach ausgesprützelt, zweymahlnachnuttag genom-men/ und n/so dnp oder viermahl gebraucht.

^. 2 Einen Umschlag für das kopff- wehe.

A^Wnehmewacholder-beeren, gedörrte holluuder-blüthe, kümmel, iedes'" eine Hand voll, gröbllcht zerstvssen, und m ein glaß gethan, darauf gu-ten eßig, brandtwem, rostn^wasser, iedes ein seidel gegossen, an die sönnengesetzt, und aüetag wohl gerührt, daremnetz eintuch, undWags umdmkopff.

n. 3 Wann nnemderkopff sehr wehe thut.

ZWimm rostn, majoran, spicanarden,spica, balsam, iedes eine Handvoll,'^ laß in einer Halbenkanne wasser sieden, daß esde/t Kalben theil einsie-det, darnach tuncktman em tuch darein, und last es wohl naß werden, bm-d et es um den kopff, es hilfftln derselben stmde.

n. 4 Ein nnders.

^ wild betonien-wasser auch so viel, saltz ein halb quintlein, netze vierfa<che tüchlemdarein, legsaufbeydeschlaffe, wenn sietrocken werden, wiedereingetunckt.^. 5 Für das kopff-wehe.

Zimm rosen-öl mitwein-eßig vermischt, und über die stirn aeMgen, esstillet den fchmertzen/ und zieht die Hitze aus.