Artzney-Buch.
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der wein und suppe ist, oder an statt des bäum öls weiß lilien-öl genommen,laß es untereinander sieden, wie ein lehnesey, netze vierfache leinene tücherdarein, legs der frauen, so warm sie es erleiden kan, über gemeldten ort, aufdas meiste drey mal, wo aber von der gcburtl) grosse geschwulst verHandenwäre, öffters gebraucht, ist sehr gut.
Plnckerlein oder Mein für das ungcsegncte oder bluffen nachder nicdcrkunffl in den sechs wochen, zwischen denbrüsten zu tragen,nimm s. v. von einem roß-zürge oder apssel, assanck oder teussels-^^ dreck, bibergeil,campffer. etliche sassranblüthen, lindcnc kohlen, eingeschnittenes rindlein brod, geschnittene räucher-kertzen, so am lichtmeß-taggeweyht worden, rothe Myrrhen, weyhrcmch. von ieden en: wenig, dieß allesmischt man gar wohl untereinander, und binds alsdenn in einen rothenzin-del, oderweisses tüchlein ein, zu einem pinckerlein oder sackleiu, knüpfft einschnürlein daran, und hengts amhalß.
Dieß bad hab ich, und viel frauen den kindern allezeit, wenn sie gebohrenworden/ zum ersten badzurichteu lassen, wie hernach jvlget: wegen Verhü-tung der fraiß oder schweren noth, es ist auch andern gebraucht worden, de-ren nndersonsten allezeit ander fraiß oder schweren noth gestorben seynd,denendieses bad geholffen, daß ihnen die linder seynd beym leben blieben.
prok«tum.
Nimm drey Hände Voll pöonien-rosen, drey Hände voll linden blüthe,drey gute Messer spitzen klein geschnittene eichene mistel, klein geschnittenesbibergeil dreymesser-spitzen,funsszehen pövnien-kerne, thue es in einen neu-en Hafen oder topff, gieß drey halbe maaß guten weissen wein darauf, daßderweinüberdiekräuter gehet, laß über nacht stehen, we/mesgieich lan-gerstehet, hat es doch nichts zu sagen, man muß die trauter einweichen, sobald die frau kranck wird zum kind, laßes hernach nur etliche süde thun,oder siedheiß werden, mit dem bademandask/nd, undwenn es zum ersten-mal gebadet wird, so gießt man die kräutcr unter die bade-windeln samt demwein, und macht es denn mitdem wasser in der wärme an, wie es seyn soll.
Man giebt auch in dem ersten bade, und also neun tage nacheinander ineinem schwachen kirsch-oder linden-blüthe-wasser,oder da sie das wasser nichtleiden können, und allezeit brechen, in einer suppe gar ein wenig elendk, au, sogerecht ist, und durch ein dünnes tuch gefähet oder durchgeschlagen, auch einschwach pülverlei», und ein wenig lindene kohlen mit einem geschlagenengold, alles zusammen gemischt, mach neun theil daraus, so kommt aufeinentag eine kleine Messerspitze voll auf einmal einzugeben. ?rol,gtum.
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