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1 (1709)
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76
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76 _________ ' Artzney-Buch . ____________________

i>l. 14 Eine gute magewsalbe.

Mimm folgende kräuter iedes eine Handvoll, als wermuth, cardobenedi-cten, frauewdiestel, calmuß-wurtzel, braune müntzen,wemraute,käferfüll oder fette Henne, diese krauter alle klein gehackt und geflossen, denfasst ausgeprest, brandtwein, ein stück butter alles zusammen gemengt undgesotten, blß sich die feuchtigkeit alle vermengt in die butter. dann mm einwenig mastix,nagelttn, eine muscatnuß, stoß es klein, und thue es darunter,laß es noch ein wenig sieden; wann es gestehet, giesse den fasst, der unter dersalbe stehet, hinweg.

n. 15 Eine bewahrte und gute mutter-salbe.

«Man nehme majoran, lavendcl, spicanarden, kaßcumüntze, braune-^^ müntze, reifferkraut, stieffmütterlein, bachmüntze, poley, wermuth,bertram/schnittlauch, Melissen, chamillen, prassen oder muttcrtraut, ab-rauten, thmnan, frauenblatter oder poley, fchicßmülten, schabab-odercoriander, kümmel mit samt dem kraut, iedes eine Hand voll, diese trau-ter muß man alle vom stengel abklauben, sauber waschen, und müssen dergeklaubten trauter iedes eine Hand voll seyn, hacks aufdas kleine st, den küm-mel klein zerflossen, und in gutem muscateller 7 tage welchen lassen, mischalles zusammen, laß sieden, daß der muscateller wohl einsiede, zu diesemnimm butter, so Viel mau Vonnöthen hat, die in kein wasser kommen ist,laß wohl sieden, durchgedruckt und stehen lassen, hernach mach ein lochin die salb, damit das wasser heraus rinne, nimm funssmuscatnüsse, reibe siegar klein, mische unter die salbe, und laß bey einem kohlfcuer sieden, rührswohl durcheinander. Manamas solche salbe vor die mutter brauchen will,so nimmt man einer halben nußgroß in warmer suppe ein, und leget einerhalben Nußschalen voll aufden nabel, denen Mannsbildern giebt mans fürdas reissen, und hat vielen geholsse«. ?lul,.itum.

n. 16 Eine köstliche populcumwdcr pappelsalbe zu machen.Drstlich nimmt man der grossen alber-poßen- oder pappel-knospen,^ wann sieausfchlagen, und in bester feuchtigkeit seyn, i pfund, schmeervoneinemrothen und weissen baren, so frisch und ungesaltzen ist, andert-halbpfund, welches man im herbst aufbehalten muß, zerstoße die alber-poßeu oder pappel-knospen gar klein in einem möriel, vermisch es wobl mitdem schmeer, vermachs fest, und stelle es in keller, bleibt übers Dr gut;wann hernach im sommer die krauter in ihren besten krafftenseyn, alsta-back-blatter, sanickel kraut, roth und weiß mit der wurtzel, ltebstöckel^Hundszunge«, heydnischwund-kraut, natter-züngel, chamillen, balsenoder

krause