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Artzneu-Buch.
schön geläutert, und schwache rothe dicke nälcken klein gchackt, laß mit ein-ander sieden,drücks wieder durch, hernach mit dem zucker zu rechter dicke ge-sotten, so ist es recht und gut; dieser safft ist eine kostliche hertzstärckung mhitzigen kranckheiten.
^. 15 Ein sehr köstlicher halß- sassc, so auch die böst'N blättern
oder A-schwär heilet.jEimmysop, wmn er blühet, wein-kraut, salbey. jedes so viel man will,dochemes so viel als des andern, vom stcngel abgeftreissl, wasche siesauber, denn gehackt, und in eine saubere gelte gethan, frisch wasser darübergössen, und über nachtzugedeckt stehen lassen, das wassermnß 2fingerbochüber die trauter gehen, des andern tages in einem kessel bey 2 stunden langsieden lassen, daß dle trauter sich wohl zersteden, rührs darbey wohl um, daßsie nicht anbrennen, presse es wohl aus, siede selben m einem messingen be-tten, gleichwie einen safft. Diesen safft brauche also, wann eines weheta-gen, blättern, oder geichwär im halse hat, vor und nach dem esse» frühe undspat, ieöfftereriebesser einen halben löffel voll in mundgenomm n, undlangsam hinabgelassen ^ iedoch muß man sich erst mit gutem gurgel- wassergurgeln, es wird gewiß helffen.
n. 14 Ein guter quitten^saffti so zu viele n kranckheiten gut.
^Mlmm quitten, so viel du wilst, wische sie sauber ab, und stich die kömer"^ heraus, reibe sie aufemem reibtt/en, /aß auspressm «l.'d den fasst zweytage stehen, daß er lauter wird, alsdann gieß ihn in einen kcssel, oder Hafen,sey thn aufdie gluthoder kohlftuer, und laß ihn gemach Mcn bis erwirbwie ein violenMep, so man will, tan man etttche limonieu - oder citronen-fchalen darbey sieden lassen, aber besser ists, daß man den Mitten - safft nurallem siede, wann er genug gesotten ist, Hut man thn vom feuer, last ihn«kühlen, giest ihn dann ineine gläserne fiaschen, und behalt chn aufzum ge-brauch,
Tugend, wie dieser safft zugebmuchcn.Östlich HM er für den kurßeu athem; MM anderll hilfft er denfenigen,D blut auswerffen, odervon sich geben, bringt lust zum essen, benimmtdie truncken heil, stärckt dcn magen, macht wohl verdauen, ist gut vor dasbrechen, und aufswssen desmagens, gibt krafft dem Hertzen, HM dem^er-wundetenhalß, den iungm ist er gut zugebrauchen in Ewigen fiebern, undgrossen durst, cmen löffel voll in ein halbes maaß frisch brunnen - wasser ge-Msen, und getrunckm, ist eine trefiiche labung.