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Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
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432
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Arytte's-Buch.

I<° 2. So einen der Schlag getroffen hat.

St nichts bessers als der Theriac/ den soll man auff die Zungenreiben/mit derBibergall/ und die getroffene Gllder mit Salve-Wasser / somit Vrantwein vermischt/ wol warm gewaschen/und hinein qeriben, diß ein Zeit gebraucht / alle Tag zwey oder drey-mahl/biß man Besserung siehet/ da die sprach verlohren/ ein Pfannode, Peckheiß gemacht/ und dem Menschen oder Kind/ daß nicht re-den kan/alle Tag zwey oder dreymahl/ allzeit ein halbe Stund hmtennackend zum Genack halten/ daß die Hitz wol an Kopffund Nackengehet/ weil dort das Glied der Zungen ist / biß die Sprach wiederkombt.

N° 3. Vor den Schlag ein gewisse Artznry.

Imb Lavendl Salven Wasser/jedes H.kesselvoll/ Weinrauten-Wasser,. Leffelvoll/dise Wasser ineinGlaß/ sambt ein StücklB vergäll gethan, misch wol durcheinander/ gibs dem Krau-sen Morgens frühe / und Nachts auch so vil zu trincken / das thueihm also lang / blß die Kranckheit auffhöret / und so es Nothdurfftist/ tan man das Tranck Morgens frühe zweymal eingeben / von Stundan Morgens frühe / als der Krancke das Tranck trinckt / so laß ihm dieAder unter derZungen / und auffdem rechten Armb dieMedian/ umbdie Vesper>Zeit aber am lencken Fuß/ unter dem Kegl schlagen / den an-dern Tag laß ihm auff dem rechten Fuß / die ander unter dem Keglschlagen/ darnach nimb weissen Senff/ und ein halbe Bibergail / dassel-big misch untereinander/wie ein Koch/ treibs mit einem Wein-Essigab/und laß den Krancken im Nacken scheren/ biß wol zum Kopff hm-auft/ thue dasselbig Koch in den Nacken / und bind ihn vestumb denKopff/daß es nicht abfallt/ und wann der Krancke in einer Ohnmachtläg / so laß ihm seine Fuß an der Sohlen wohl mit Saltz reiben / undauch inwendig in der Hand/ aber auffden Füsien reib nicht vil länger /man soll ihn halten mit Essen wie ein Aderlasser /kein Wein soll man zutrincken geben/auch kein Wem Suppen/ allein außgezogene ^alUa-

und mit Muscat,Blüe/so wird das andere Essen wohl verdauen / von einem brattnenHünnelkanerauchesien/ von dem andern halben Theil übergeblibeneBlbergail / mag man allweg ein wenig darvon in die vorgefchribeneWässer thun/ darnach man siehet/ wie der Mensch schwach ist/ wehr«der weniger.

N'4.