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Aryitev Buch.
den grossen Stenglen abgestraifft werden müssen / und gewaschen / kleingehackt/ und 9. Tag in einem gar guten alten Wein gepaitzt/ darzu nimbein Hand voll Winter-Waitzen/ dann nimb ein Messingene Psann oderBeck / thue obbemclte 3pecie5 sambt dem Wein darein/ und laß gemacheinsieden/ daß der Wein versotten/ solches aber nn'temer Spachtl immerumbrühren/ daß sichs nicht anbrennt/ alsdann gieß 2. Pfund Baumöldarein / und laß gemach sieden / daß die Krafft alle das Oel an sich gezo,gen/ preß das Oel wol auß/ gieß wleder in die Pfannen / und setz es überdas Feuer/ nimb 4- Löffel voll Terpentin/ gieß »hn in das Oel / daß selbersich wol vermenge in dem Oel / rührs alleweil untereinander / biß es an-fangt zu rauschen / alsdan setz es vom Feuer / ud thue 3. Loth weiß kleingepulverten Weyhrauch darein/ daß er sich wol vermenge in denselben/hernach laß erkühlen / und behalte das Oel in einem Glnß / oder glasier-ten Geschin wol verwahrter auff.
Krafft und Tugend deß edlen Oel/ wie solches
zugebrauchen.
-Rstens ist es für die Pest/ wann es einen ankombt/ alsobald ein M-- fel voll eingeben/ nidergelegt/ warm zugedeckt / und geschwitzt/. ist auch gut in Steros,Zeiten/alle Tag etliche Tropften eingenom-men / so soll ein Mensch versichert seyn/ und wann schon ein Zeichen auß«wendig ist / so muß mans mit dem Oel schmieren / und von der Salbenem Pflaster darüber legen. Für srische Beulen und Geschwulsten / mitdlsem Oel geschmiert/ und solche Salben darüber gelegt/ist es zum Auss-uchen/ so ziecht es auff/ wo nicht/ so zertheilt es sich/ und heilets.Wann einem Menschen ein Glied verzuckt/ oderübertretten/ urdüder,hoben war an der Hand/Flax/ oderdasGeaderzukurtz/ undniätae-henkund/nurmitdisemOelgeschmiert/alleTag2.mal. FürdasLüch-feuer nur alsobalden das Oel angeschmiert / wo die Rothe und Schli-tzen ist/ ein Löffel voll eingenommen/ geschwitzt/ ist solches das erste n'aklals kombt/ so wird es nimmermehr kommen. Wann einer auffde.,Todtgestochen wäre/ daß man einspritzen müst/ nur alsobalden ein Oel in ei-ner Suppen / oder warmen Wein eingenommen /und den Schade, mitwarmen Wein außgewasihen / ein Pflaster von der Salben überaeirat /dlß deß Tags mit Eingeben und Verbünden 2. mahl versagen/ mitGottesHülst stirbt er nicht an disem Stich / man muß kein WMl brau-chen. Wann «ner sonst gar schädlich verwund wäre nur den Siedennut warmen Wem außgewaschen/ und das Oel mit ein Feder, in denSchaden gestrichen/ die Salben auffgelegt/deß Tags 2. mal gebunden/
so