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Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
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Seite
61
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Aegttey-Buch.

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Maß/laß wol außsieden/ dann nimb Saltz ein halb Pfund/ ein wenig inHäfen gefiräet; Item nachfolgende Krauter/ so un Sommer auffge-dörret worden/ weilen mans zu der Zeit nicht frischer haben tan/ als Ca<millen-Blumen / Himmelbrant^Blüe und Dillen / die obern Gipffel mitdem Saamen / Lavendel jedes 4. Hand voll / und so vil Polleo/ Crona,bethbör 1. Handvoll/die Kräuter müssen von Stingelabgestreifftsiyn/alles klein zerhackt und zerflossen/ davon 2. Hand voll au ffdas Saltz ge?than/und ein Theil von Fuchs-^leisch/dann wieder Saltz und Krauter-uil'd also fort/biß alles im Hafen lst/ demnach 2. Pfund Baumöl/ undein fliessend Wasser / daß voll wird / den Hasen setz zum Feuer wol zuge-deckt/ laß sieden / gib aber acht / daß es nicht übergehet / so lang biß dasFleisch gantz weich wird/ druck es so dann durch ein Tuch auß / man kauim Sieden wol ein Maß Wasser zugieflen/ wann es zu dick wär: wannswol gesotten/ laß ein wenig erkühlen/ dann durch ein Tuch drucken / aberdieBeiner zuvor vom Fleisch gelöset/ undstarckaußgeprest/ allzeit einwenig genommen / thue das Außgepreste wieder in Hafen giessen/ laß 2.Tag an einem kühlen Orth stehen/wol zuqedeckt/hernach mit einem Löf-fel die Faisten herab genommen / das Wässerige muß man wegthun, daSOel abermahl durch ein Tuch gesyhen/ und in ein erdenes/ oder gläser,nesGeschir: gethan/ serners nimb Dillen-Oel / Menschen «Schmaltz/Bärn<Schmaltz/ Hirschen-March/Taxen »Schmaltz/ jedes2.Loch/Cronabeth-und Spicanardi-Oel jedes 1. Loth/so ists bereit/laß 8. Tagan der Sonnen oder warmen Orth stehen/ und alle Tag auffgerührt/nachmals zum Gebrauch auffbehalten.

Wie man dises Oel brauchen soll.

F^Rstlich soll die contracte Persohn/ oder der Reissen in Gliedern hat/V^ in einen Hasen Heu-Blumen thuen/ mit Bach-Wasser angiessen/und also wol sieden lassen/ demnach in ein Schaffgiessen / und alsowarm das krancke Glied darein setzen / mit einem Tuch wol abtrücknen /und mit warmer Hand das Oel wohl einschmieren bey einer Glut / unddiß alle Morgen/ so dann eine Hunds-Haut darüber gelegt / und damitzur Besserung continuirt.

n° 6. Das köstliche Lardobenedict-Oel/ oder Wund-

Balsam genannt.

fImbBaltrian'Kraut und Blumen / Cardobenedict-Kraut/ Io,Hanms-Rraut und Blumen/Schlangenbiß-Kraut undBlumen/oder wilde Betonien / von jedwederu H. Hand voll / so aber von

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