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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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100
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Roch-Büch.

mit den Zähnen herab ziehen/bleibt der Zucker als wie ein Gläßl/ so soll ma nihn ein wenig in das kalte Wasser halten / und geschwind ins Maul nehmenund zerbeissen; zerspringt eS/als wie einG!aß/so hat er gnug/ist er aber nochetwas zäch / so last man ihn länger sieden/ biß er die Prob hat; Darnachmuß man ihn auffeinen Marmelstein/ der mit ungesalzenen Butter zuvorgeschnürt ist/gichen/fein weit voneinander; darbey muß eingeschraufft seynem guter eyserner Schrauben/ eines guten Fingers dick/ und einer gutenSpann lang/ den muß man auch mit Butter schmieren/ und in der Schüsselem UmberthumbMchl bey der Hand haben / darein soll man die Handtuncken / und den Zucker nehmen/ alsoan den Schrauffen werfien / und ge-schwind ziehen/biß er weiß wird; wann er nun weiß genug ist / soll man ihnauffein weiß Pergament/ das mit Umberthumb.Mehl besträhet ist / thun /und in das Pergament einwicklen/und unter die Achsel nehmen/daß er seinwarm bleibt/alsdann soll man mitder rechtenHand einZipffelnehmen vondem Zucker/ da muß ein anders Mensch ein Schcer haben / die mtt Buttergeschnürt ist/ und so lang man den Zuckerhaben will/mit der Schcer ab-schneiden ; darnach must du den abgeschnittenenJucter sein gleich ziehen unddrähen / und sein grad au ff den Tisch legen / also lang ltgen lassen / biß erwarm zu esten ist; wann er noch zäch ist/ oder sich an Zahn legt, muß erlanger ligen. Darnach soU man ihn meiner Gestalt behalten/ darffnichtgar zu warm stehen.

45s. Allerley Rrsueel und Blümlwerck mir Zuckerzu überziehen.5A>An soll Tragant in Rosen,Wasser weichen/und durch ein Tüchl dru-^" cken/ und ein Löffel voll Zucker darein rühren / daß es wird wie ein llei«nes Kind5,Köchel/dieKräutl undVlümel soll man dami: mit einem Pcmb,sei überstreichen/und darnach in klein gestostenen/und gcfähten Zucker wohlumbkehren/ daß sie über und über mit Zucker überzogen seyn / darnach auffein Pappier legen / in einer DortenPsann / oder bey einem Ofen kühl ab,tlückern. Die Ribes-Beerl oder Weixel kan man gleich also überziehen jallein die Ribesl müssen gar trucken/ und die Weirel ein wenig überdörltseyn / und man muß nur in dem Zimmer trückern/ nicht m der Dorten-Pfann.

456. Das<mssFewHrffene3uckerwercl zumachen.<HssAn soll schönen weissen Tragant über Nacht in Zimmer« oder Rosen,"^ Wasser welchen/und durch ein dickes Tuch drucken/ daß er g^r vcst ist/und iu ein steinen Morser thun / und woh! stossen mit dem allerfemlsten undschönsten Zucker / verein dreymahl gesäht ist/ daß ein vestcrTaig wild/ vondemselben Taig soll man herauß nehmen/ nach Gelegenheit deß Models/und gefähte Stärck auff ein Papier strahen/ und ihn eines Finders dick

auß.