Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
85
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Koch-25uch.

»1-

W

darnach im besten Sud mit Wein-Csstg geschwind abschrecken/ vom Feuer

abheben / und aujf ein Salvetanrichten.

33?» Ferchen sihsn blau absieden in die Sulyen.ln soll sie am Bauch auffmachen/ biß zudemSchweiff/ so geben siesich voneinander/ den Ruckgrad abstechen / doch nicht durch die Haut

schneyden/darnack absieden/wie oben die Sälbling/ und wann mans vomFeuer hebt/mit kalten Esslg abschröcken / und ein wenigAllaun darein werftfen/und wann mans herab nimbt/ mit einem saubern gar dicken Tuch be-decken/ daß kein Banwffdarvon mag / so werden sie schon blau/ so legt manzwey gegeneinander auff den Bauch /als wann sie schwimmen/ und gießdie Suppen darneben her.

398. Ferchen in Vel;u kochen.«VAn sol? die Ferchen am Bauch aufmachen/und sollkleine Krinslein

^' l^hneiden/ darnach frisches Oel in ein Psann nehmen / dasselbe/ wannSheiß ist/mit etlichen Tropften kalten Wasser abschröcken / und ein gantzesgeschältes Zwistelhäpel darinnen Hitzen/ sommbt es ihm den groben Ge-schmack/undRosen-Essig/oder sauren Pommerantschen^Safft daran thun,damit soll man tue Ferchen/ so zuvor gesaltzen seyn / und auffein Rost legen/offtbefimchenl bch sie gar gebraten seyn/ man muß auch Gewürtz dareinthun/ als Pfeffer/Imber/ und an das übrige soll man giessenem gutenWein/und ein Handvoll Capra/undein halbe Handvoll Weinberl/Zim-mer und Nägelstup / aber die Säure muß sürschlagen / und dises alles feinin emem Häserl gesotten/ und über die Ferchen gössen/ wann mans anricht/sein LorbertMeroarzu gelegt,

399. Geselckce Ferchen.ß^Ied sie erstlich im Wasser ein wenig/selbiges gieß davon/ darnach siedS^-^ in einem andern/biß genug seyn/ hack Petersil und Zwissel durcheinan-der/nimb Muscatblühe/ Imber und ein Arbesbrühe/ auch ein frischen But,ter/ laß ein Weil mit dem Fisch sieden / und richts an.

400. Neunaugen zu kochen.

H>Imb die Neunaugen/thue sie in ein Schäftlein/ gieß ein heiß Wasser-< ^ daran/ nimb ein klein Besemlein / und rühre sie im Schaffe! darmitumb/daß der Schleim daroon komme/nimb sie hernach/ undtrucke ihnendie Schnabel auch wohl ab/und lege sie in ein anders saubers Wasser/ wa»sche sie auß/ thue sie in ein Pfanne/ saltze sie wohl/und giesse ein Wasser da-ran/laß sie dann sieden/und richte sie mit der Brühe eines Theils an/ undsetze Psefferund Imber darneben aust.

401. Neunaugen zubacken.

t<>Imb die Neunaugen/ bereite sie/ wie vorgemeldt/fein sauber/in waschen^ ''ichneide ihnen dirSchwelstel ab / saltz sie / und wälgersinArveS, oder

Wai>