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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
82
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Roch-25uch.

sieden lassen/alsdann soll man denselben Wein nehmen/und so vil darzugiessen/so vil man Sultz machen will / allzeitauff ein Pfund HechteneinMaß Wein / und bey einem Seit! schöne lautere Arbeö»uppen/ und so vilEssig/ das sein reiß wird/ auch ein paar gantzeZwGlhHpel, und etlicheungeschällte Z3pjfelspältl/die muß man beyzeiten herauß thun/daß sie mchtzerfallen; man mag auch von etlich frischen Lemoni das Sau« hmem dru-cken/ undallesin einem glasirteu Haftn/ oder verzinnten Kesstl sieden las-sen/darnach soll man nehmen folgendes Gewürh: Imber gar sauber ge-waschen/ und grob geschnitten / Pfeffer mit einem Tuch sauber abgeriben /Muscatbiühe gewaschen/auch Nagerl gewaschen/ deren sollen nicht zu vilftyn/auchZimmet/der muß zimbllch vil seyn/das soll man in ein/oder etlicheSäckel nähen/auch gantze Saffranblühe in ein Säckel besonder nähen/ undin der Suppen sieden lassen / biß vom Gewürtz die rechte Räß / und vomSaffran die rechte Färb hat / es muß wohl gelb seyn / auch muß man unge-ftossenen Zucker darunter legen/ so vil / daß süß genug ist/ alsdann soll mandie Säckel herauß thun/wanns schier gesotten ist/sott man den Fisch dareinlegen/ und ihn an die statt sieden lasten/wann ergesotten/ auffem Bredt le-gen/daß er erkaltet/und die Sultz sieden/biß sie gestehet; will man d« Sultzein Zeit behalten / soll man den Fisch in ein «rden«b Geschu« legen / zuvoram Boden geschallt/und wohl abgenücknet/ Mandel und Lorberblater /Harnach ein weiß wollenen Sack von guten Kern,Tuch darüber aufshen»cken/die Sultz also heisser darein giessen/ und wanns ein Weil gerunnen wi«derMandel und Lorberbläner dazwischen legen/ und die Sultz folgendSlassen darauff rinnen / und an einem ruhen Orth stehen /asten / wann mandavon brauchen will/soll man ein Stuck von der Sultz / sambt den Man»dein und Lorberblatter darzu legen; will mans aber alsobald verzehren / soist besser/ daß man die Sultz besonder gibst / sie ist besser anzurichten/ so solleman auch von frischen Lemoni breite Schnitze! darzwisHen legen.384. Ein Rarpffen in einer guren Suppenln soll von zweyen Karpffen das Blut im Essig fangen / und wol rüh-ren/ und so vil Wem daran gi^en/ daß der Fisch darinnen sieden kau/und deß Essig muß so vil seyn / daß es wol sauer wird/ wann es nun auffste-het/ soll man ein gutes Stuck Zucker/ daß es sein süß wird/ und doch dieSäure fürschlägt/daran legen/darnach mit allerley Gewürtz gewürtzen/denFisch / wann er zuvor geschüpt/undim Saltz gelegen ist/darein legen /undwann er schier genug gesotten hat/ herauß nehmen / und die Suppen wohllassen einsieden/ wanns schier gar ist/den Asch wiederumb darem legen/all-zeit nur zwey Stuck auffeinmahl; wann man schier will anrichten / ein sri,Den Lemoni klem darein schneiden, fein auft den Tisch legen/ und zugedeck-ter aust einer Glut behalten/ der Lemoni muß nicht darinnen sieden/es wird

sonst

ML