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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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234
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Arymy-Buch.

5i° 14. Eine gute Salben denen Schwangern 3.Wo-chen lang vor der Niderkunfft zu brauchen.LleTagmußmanMorgends mit folgender Salben das Creuch/Lenden/ und Rucken wohl warm damit schmieren/ ledigetalleUnreinigkeit ab/ und da das Kind schon angewachsen wäre / ledi-get auch das Bürtl ab/ und macht leicht gebähren.

Nimb r«num QrXcum, Eybisch-Wurtzl/jedes ^. Loth / zerstoß es/dann nimb Beysuß-Wasser/ gieß es auff das Pulver / laß 8. Tag anein warmen Orth stehen/oder an der Sonnen/alsdan last man es in ei-ner Pfannen zu einem ducken Muß! sieden / doch nicht gar zu dick / preßdurch ein Tuch/ gieß darzu weiß Lilienöl/ Hünner - Schmaltz / so in keinWasser kommen/jedes;. Loth/Land-Saffran/ so auff das tleinestge«rioen 2Q. Gersten-Körner schwärz vermisch wohl ob einem KoMuer/wie auch gelbes Wachs / so vil genug / wann es zergangen / nimb es vomFeuer/rühr es biß kalt wird/dann also verbundener auffbehalten/ bißzur Nothdurstt/ so ists gerecht und ant.

N° 15. Eine Salben im neundten Monath zugebrau-chen/ die Frucht abzuledigen.

iImb Venedische Smssen/ gieß frisch Brunnen-Wasser daran / laß? etliche Stund stehen/damit es gantz schleimig wird / dann so vilGanß-Faistengenommen/undwohl untereinander abgerührt/hernach Morgends und Abends fein warm darmit geschmiert / und einwarmes Tuch umbgebunden/und etlichmahl in einem Vol?-Bad geba«det/aber nur kühl.

^ 16. Eine Salben dawor.

^Imb weissesLilien-Oel<Abrnten-OeI/ Hirschen-Inschlicht/gestos-senen rorhen Zwifel/ neue Saiffen/altes Schmeer/Gcknß-Faisten/Haar^Linsat / die wohl gesotten ist/ den Schleim darvon / diseStuck alle zusammen in einHckferl gethan/ auffeinem Glütl zergehenlassen / und wann der Bauch spengt / soll man sich darmit schmieren/ indem letzten Monath.

5l° 17. WanneinedasKindnicht empfindet/undbe-

sorgt es wäre todt-l An nehme eine dickeSchnitten rockenesBrod/bähe es/und leg esso warm/als du es erleyden kanst auffden Nabel/ von Stund anwird sich das Kind rühren/ wann es anders ein Leben hat.

N° 18-