Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
233
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Aryney-Buch.

23)

n

Vlcktlein 2. misch durcheinander/ biß das Gold zerriben / hernach 3. Tagnacheinander frühe in weissen Wein/oder Wasser eingeben.

5l° IO. Eln anders.

Tem/ wann die Frau erschröckt / oder sich erzörnet / so öeiß sie in einEinhagen-Wurtzcn/ und esse darvon.

11. Noch ein anders / so an etlichen Weibern

probirt worden.Anhat den Kinder-Balsam auftgelegt/mit ein rohen Rindfleischin dünnenSchnitzlein wohl warm in denKinder-Valsam gemacht/auff den Nabel gelegt/und die folgende Milch im Tag ?. mahlge-truncken/ hernach in der Wochen l. oder 2. mahl/ biß zu der Niderlunfftgebraucht. Man muß ungefthr ein halb Seitl Kühe - Milch nehmen /und ein guten Löffel voll Fenichl-Saamen in der Milch wohl sieden lastsen/ hernach durch ein saubers Tüchl gesyhen / und in die Milch / weilensie noch warm/ einen kleinen Löffel voll Honig darein gerührt / und alsonach Belieben einen Trunck gethan/ so offt man will/ frühe/ unter Tags/

Und Abends, rrobarum.

^° 12. Mehr ein anders.

Tem/ alle Morgen nüchtern Hanmff-Körner geessen / last dasKindnicht anwachsen.

Wann es e/ne schwangere Frau in der Seyten

brennt.O soll man weisse Rüben braten/und darnach schaben Gcknß-undCapaun Schmaltz/weiß Lilienöl durcheinander mit den gebrate-nen Ruben/wieeine Salben abgerührt/ lablecht zwischen 2.TüchlauffdassclbigeOrth legen/Abends und Morgens/ es ist auch gut/ daßman Harmwind-und SiUerkraut siedet/ daß kein Dampff darvon komt/laß einen Dachziegel heiß werden/ leg den in ein weiten Tiegl/ oderScher-ben/ und von den Kräutern immerzu die Brühe darauffgossen/ worüberdas Weib stehen muß/ daß ihr der Dampff wohl in Leib gehe / so treibtes das wilde Wasser fort/das also brennt / disen Dunst muß man dieWochen 2. mahl brauchen: Zu der Suppen und ins Trincken kan manauch 2. oder;. StammelSillcnkraut legen.

Die Hanneff-Milch ist auch gut/ den Hanneff stost man / und balgtihn mit frischen Wasser durch/ man mag ein 8. Mandel-Kern oarzu neh-men/so ist es desto krckfftiger.

Gg N° 14.

K° 1^.