Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
232
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Aryney,Buch.

man Zimet/Nckgel/Muscatnußund Mastix / alles klein zerflossen / einesso vil als deß andern/daß aber wohl krckfftig davon wird / rührs darein /und 2. Löffel voll Honig/das last man durcheinander auffeiner Glut sie-den/so lang biß anfangt zu dicken/hernach nimb von einem Rehe-oderStuck Hautl/welches gar subtil ist/und schneide ein Pflaster so groß alsder Bauch ist/ den Nabel aber schneide auß / streich das Pflaster dar auffeines guten Messer - Rucken dick / oder noch dicker / schmiere den Bauchwohl mit Kinder-Balsam an/ und leg das Pflaster so warm du es erley-den kanst/über/ kan also Z.Tag verbleiben/ehe mans wider frisch macht/wann sich ein schwangere Frau eines Anstoß beförchtet/ oder Reißen em-pfindet/ daß zu besorgen/sie möchte umb das Kind kommen/so kan mansohne alle Sorgen geschwind aufflegen/ wann auch ein Ungesund darbeysolte seyn/ so haltets dises Pflaster nicht allein auff/ sondern stocket underhaltet das Kind/ wans anders möglich ist / auffdie rechte Zeit außzu-tragen/ aber geschwind muß mans brauchen,

>I° 7. Ein anders.

»Tem/wa'rme Hasen-Blut in einem Pfand! / und bereite 2. Schnittten rocken Brod/gieß das warme HasewBlm dar auff, bestreyhees wohl nnt Nägelstup/ leg eines auff die Lenden / das andere auffdie Reyhe.

N° 8- So bald eine Frau ihr Blühe bekombt/wann

sie schwanger ist.! O soll sie 3. oder f. Mastt/-Köln//Ml>/o 0// Vckgerl von frischenAyrn auffemem Löffel emnchmem/ auch wann sie ein wenig er-schröckt/ oder sich sorgt/ soll sie Mastix - KörnI etwan eines Min-den/ auch soll ein jede Frau/wann sie empfindet / daß ihr wehe wolt wer-den/oder sich erschrocken/ ein Viertl von einer Mufcatnuß mit einem Ho-nig auffeinem gebähten Brod essen/welchen Tag sie diß essen thut / ist sieversichert/ daß ihr nichts mißlinge.

N° 9. Ein andere Frucht-Starckung.

^Imb 2. Loth schönen Weyhrauch /wohlzerstoßen/ von 2. oder 3.Ayrn die Clar / misch über einem linden Feuer/ letztlich thue einwenig T^pcntin darzu / streichs auff ein hanffenes Werch / legsFrühe und Abends warm auffden Nabel / drey Tag continuirt / mannimbt auch von drey Ayrn / welche von Hünern / wo Hahnen darbeystynd/ die Vögelein/ und prceparirtes Helffenbem bey 20. Gran / Gold-

Vlat-