Aryne's-Buch.
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Essig daran/ laß über ein Kohlseuer sieden / daß der dritte Theil einge-sotten/ ein Stund hernach seyhe es ab / durch ein Tuch außgedruckt/ setzdas Wasser wieder ausseine Glut/binde in ein Tüchl Mutter-Nagelein /ZHuscatnußblühe/Zimmet-Rinten/Galgant/jedes i.Kreutzer schwär/leg« ein Stund ins Wasser / dann nimb ein Pfund Zucker / verschaumeselbigen mit obigen gesottenen Wasser/ laß denSyrup zu einer Hönig-Dicke sieden^ verwahre den in einem Glaß / oder zinnernen Gefäß/ daßnichts verraucht/ die Frau soll mercken / wann sie denSyrup nimbt / wieer ihr dienet/ wann er alsobald die heimbliche Kranckheit bewegt / daß sieftiest/ soll sie nicht mehr einnehmen / damit die Kranckheit nicht überHandnehme/und zu vil fiiesse/und die Natur schwache; es wäre einer Frau fastnutz/die gemWge Kranckheit gehabte im Wild-Bad/ so aber nicht be-liebet/ mag man ihr ein Bad machen / das zu der Kranckheit sonderlichdienet/ richte das Bad also zu: Nimb ein grosses Vaß/und die Maßvon der Frauen/ wie lang sie ist/ von den Füssen biß unter die Iexen/ dar-nach von den Füssen die Maß/ und laß den andern Boden abschneiden /also daß die Frau in einem Boden deß Vaß mag stehen / und die Oberedeß Vaß unter die Iexen gelanget/ und so die Frau darinnen stehet / sollman/ oben umb das Vaß wohl verdecken/ daß allein der Frauen die Ach-stln und der Rovff hnauß gehen/ und dieArmb; man soll unten an dasVaß/ oder neben em groß Loch machen / damit man mag hinein greiften /ein Tüchl vor das Loch/ und mach ein Bänckl in das Vaß / daß die Fraukan sitzen/ und mit dem vorder» Leib frey seye / nimb einen Kessel / so zweySchassWasser eingehen / thue m das Wasser hernach beschribene Ma-terien/ laß sieden / so lang als ein Au genug gesotten hätte / darnach laßkalt werden/ wohl verdeckter / nimb ein Vierting Aloes / ein Hand vollSaltz / 3. Loth Allantwurtzen / Salve / Sonnabend - Gürtel / Balsam /Müntzen/ jedes ein Hand voll/ Frauen-Haar/ Iohannes-Krant / Feld-Chamitten / Romanische Chamillen / Himmelbrod / Eysenkraut / Spi-canardi/auch von jeden l.Hand voll/rothe Rosen sambt dcn Potzen/un-außgedroscheuen Habern / jedes so vil als der oberen Kräuter / dann ey-sernen Zunder/ wie in der Schmidten gefunden wird / gehißt/ in das Vaßgelegt/worinnen die Frau stehet/ von den gesottenen Kräutern aussdieglüende Zunder gössen / damit die Frau den Dampffvon unten auff em-pfange ; und mit den Füssen voneinander stehe / und sehr schwitze / undden Schweiß allweeg mit den Tüchern abtrückne/ das Bad soll sie offtbrauchen/ so sie Krafft halber eines leyden mag / so sie aber ein schwacheFrau ist/ so kau sie das im Monath einmahl brauchen/ z. Stund nachdem Essen / und soll nach dem Bad nicht gleich trincken / sondern nur
grossen