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und, um sie gänzlich zu entfernen, ninnnt manunvermerkt das entgegen gesetzte System an; mansetzt sich in den Kopf, daß die Krankheit von derBeschaffenheit sey, daß sie nach einigen Dosen ein-facher Mittel vergehe.
Der Geschmack für das Neue und Ausseror-dentliche, der eine so große Anzahl von Menschendespotisch beherrschet, und so vielen lacherlichenPersonen und ungereimten Sachen ein Ansehengiebt, ist ein vierter sehr mächtiger Bewegungs-grund. Der Mensch fürchtet nichts so sehr als dieiangeweile, und unaufhörlich wird er durch sei«eignes ieere, und durch das Heere der Gesellschaftdahin geführt. Neue und ausserordeutliche Em«pfindungen entreißen ihn mehr als alles andere die-sem unangenehmen Zustande; er überläßt sich ih.nen, ohne die Folgen vorher zu sehen.
Eine fünfte Ursache bestehet darin, daß siebenAchtheile der Menschen von einem Achtheile sichregieren lassen, und daß gemeiniglich dieser achteTheil, der die andern leiten will, am wenigsten imStandeist, es zu thun. Folglich muß alles schlechtgehen, und die lächerlichen und verworrenen Bege-benheiten, werden durch die Verfassung der Ge-sellschaft nothwendig. Ein Mann von vortrefii-chen Einsichten, sieht oft nur durch die Augen einesNarren, eines Unterhändlers, oder eines Betrübgers; er urtheilt falsch, und seine Aufführung mußeben so seyn. Ein Mann von wahren Ver-diensten, kann sich mit solchen, die Cabaten lie-ben.