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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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640
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64a Von den Marktschreyern,

thum,daß es bey dem Dorfarzte nicht so viel kostenwerde. 5) Vielleicht ist auch die schamhafteFurchtsamkeit ein Bewegungsgrund, wenigstensbey einigen von ihnen. 6) Eine Art von Besorg»niß, daß die Aerzte und Wundärzte nicht Sorgsaltgenug auf ihn wenden, sondern ihn allzu obenhinbehandeln werden; eine Besorgniß, die das Zu-trauen vermehret, welches er, und welches jederMensch für seines gleichen hat, und aus die Gleich-heit selber gegründet ist. 7) Unterredungen, nachseinem Geschmack und nach seiner Faßlichkeit.

Allein es ist schwerer, das blinde Zutrauen zuerklären, womit Personen von einer höhern Classe,die man für besser erzogen und für vernünftigerhalten sollte, sich an berufne Arzeneymittel, odergar an irgend einen bekannten Dorfarzt halten.Doch kann man einige Gründe davon angeben.

Der erste ist, der große Grundsaß der Selbst-liebe. Diese, dem Menschen angebohren, machtihn auf die Verlängerung seines Dastyns aufmerk-samer, als auf alles in der Welt, lenket unabläßigseine meiste Sorgfalt auf diesen Gegenstand, undnöthigt ihn, den Zweck aller seiner Unternehmun-gen darin zu setzen; doch laßt sie ihn nicht diesichern und gefahrlichen Wege von einander unter-scheiden. Hier ist der sicherste und kürzeste Weg,sagt ihm ein Zollbedienter, der schwere Abga-ben fodert; er wählt ihn, bezahlt, und stürzt

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