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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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639
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und Quacksalbern.

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zenau von allen fremden Umstanden unterrichtetist, woraus eine Veränderung desselbigen entstehenkann, wohin z. E. gewisse Speisen und Getränke,verschiedene Arzeneymittel, lind die Quantität desGetränkes gehören. Wenn man von allen diesenbesondern Umstanden nicht genau unterrichtet ist,so ist die Besichtigung des Urins an sich schlechter»dings unnütz; sie lehret nichts, wie die gesundeVernunft beweist, und mir weitlauftigere Gründeersparet. Man kann also dreist entscheiden, daßderjenige, welcher ohne andere Kenntniß des Ue<bels, ausser der Besichtigung des Urins, Ar e'.ey.-mittet verordnet, ein Betrüger, und der Kranke,der sie einnimmt, ein Geck sey.

§. 6zz.

Man könnte fragen: Woher kömmt danndiese lacherliche ieicbtglaubigkcit in einer für unsso wichtigen Sache, dergleichen unsere eigeneGesundheit ist?

Einige Ursachen sind dem geringen Mannebesonders eigen; dergleichen sind: i)Dermecha«nische Eindruck des äusserlichen Scheins auf seineSinne. 2) Das Vorurcheil, daß die Dorfärztedurch eine übernatürliche Gabe curiren; von wel-chen beyden Ursachen schon geredet worden. ))Die ziemlich allgemein herrschende Vorstellung,daß seine Krankheiten eine bessere Classe, ebenwie er selber, ausmache, und daß die Aerzte derReichen sie nicht kennen. 4) Der gemeine Irr-thum,

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