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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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638
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6z 8 Von den Marktschreiern,

menen neuen Umstand gcnöthigct wird, eine Aen-derung vorzunehmen; es sey dann, daß mau offen»bar erkenne, daß man sich geirret habe. Allein sich-einbilden, daß ein Mittel unnütz sey, weil es dieKrankheit nicht so geschwinde aus dem Wegeräumt, als unsre Ungeduld es verlangt, und selbi«ges verwerfen, um ein anderes zu gebrauchen, dasist eben so unvernünftig, als wenn man seine Uhrzerbrechen wollte, weil der Weiser zwölf Stundengebraucht, ehe er das Zifferblatt rund kömmt.

§. 6)2.

Die Aerzte wenden einige Aufmerksamkeitauf den Urin der Kranken, dessen Veränderungen,in einigen Krankheiten, hauptsachlich in Entzün-dungssiebern, etwas dazu beytragen, von den Ver-änderungen zu urtheilen, die in den wesentlichenEigenschaften der Feuchtigkeiten entstanden sind,und dazu dienen, die Zeit zu bestimmen, wann dieAusleerungen mit Nutzen angebracht werden kön-nen. Allein es ist eine grobe Unwissenheit,wennman glaubt, und eine unverschämte Betrügerey,wenn man überredet, daß die bloße Besichtigungdes Urins hinlänglich sey, von den Zufällen, derUrsache, und den Mitteln einerKrankheitzu urthei-len. Sie kann nur nützlich seyn, wenn man denUrin täglich betrachtet, wenn man zu gleicher Zeitden Zustand des Kranken genau erforscht, wennman den Urin mit den Zufallen des Uebels, undandern Ausleerungen vergleichet, und wenn man

genau