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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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und Quacksalbern. 6z i

so würde es ohne Zweifel vortheilhast seyn, dieganze Arzeneykunst über einen Haufen zu werfen.Wann die guten Aerzte nicht so viel Gutes stiftenkönnen, als die schlechten Böses thun, so ist es einwahrer Vortheil gar keine zu hab^n. Mit Ueber«Zeugung sage ich es : Die Anarchie in der Arze«neykunst ist die gefahrlichste von allen. Ohne Re-geln und Gesetze, ist diese Wissenschaft eine Plage,die desto schrecklicher ist, weil sie unaufhörlich wü-tet ; und wenn man diese Unordnung nicht hebenkann, so muß man entweder bey scharfer Strafedie Ausübung einer Kunst verbieten, die so ver,derblichwird; oder, wann die Staatsverfassungendieses heftige Mittel nicht erlauben, eben wie beyallgemeinen iandplagen, in allen Kirchen öffentlicheGebete anordnen.

§. 626.

Ein anderer Misbrauch, der nicht so gefähr-lich wie die vorigen ist, woraus aber doch würklicheUebel entstehen, und wodurch wenigstens viel Geldaus dem iande gezogen wird, ist die leichtgläubigeVerblendung, da man sich durch viel versprechendeAnkündigungen betrügen läßt, ein sogenanntesUniversalmittel theuer zu bezahlen. Dieser Mis«brauch herrscht nicht so sehr unter dem geringenR r 4 Manne,

det wäre. Wie vielen ungeschickten Aerzten, wievielen Dummköpfen geben sie ein Recht, priviltlgute Mörder zu werden. Ucberseyer.

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