6) 2 Von den Marktschrevem,
Manne, als unter ieuten von Vermögen. Diese,über den Pöbel erhaben, lausen dem Marktschreyernicht nach, weil es ihnen zu niederträchtig ist, sichunter den Haufen zu mischen. Gesetzt aber, daßeben dieser Marktschreyer, anstatt herumzuziehen,in einer fremden Stadt wohnhaft wäre; daß er,anstatt seine Zettel an den Ecken der Ga/sin anzu-schlagen, sie in die Zeitungen einrücken liesse; ^daß er, anstatt seine Mittel selber zu verkaufen, inallen Städten Commißionairs bestellte; daß er,anstatt sie zwanzigmal über ihren Werth sich bezah.len zu lassen, noch doppelt so viel nähme; so würdeer, anstatt geringe ieute zu seinen Kunden zu ha»den, bemittelte Bürger aus allen Ständen, und fastaus allen iandern an sich locken. Eine sonstganzvernünftige Person, die viele Bedenklichkeit tragt,ehe sie einem Arzte, der ihres ganzen Zutrauenswürdig ist, ihre Gesundheit anvertrauet, kann oft»mals mit einer unbegreistichen Unbesonnenheit dasgefährlichste Mittel wagen; blos durch den betrü-gerischen Aufsaß eines Menschen verleitet, welchernicht besser als der verachtetste Marktschreyer ist,der mit seinem Waldhorn den Pöbel zusammenbläst, und nur durch dieeben genannten Umständevon jenem unterschieden ist.
§. 627.
*) Man sehe einige in diesen Gegenden herauskom«wende Zeimugen, und erstoune über die Menge der,'gleichen marktschreyerischer Ankündigungen. Sounedel nährt man sich von dem Untergänge leicht«gläubiger, sonst nutzbarer, Bürger i Ucbcr^