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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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§10 Von den Schleichkrankheiten.

§. 6oi.

Wenn ein übel geheiltes Fieber eine Verhär-tung in -irgend einem Theile nach sich läßt, sosind folgende Zufälle die Kennzeichen davon; näm-lich ein stumpfer Schmerz, oder vielmehr eine Em-pfindung von Schwere in diesem Theile, zugleichmit denen Zeichen, woran man erkennt, daß dieVerrichtungen desselben nicht so gut alsgewöhnlichvon statten gehen, und mit derjenigen Empfindungverbunden, die man nicht beschreiben kann,diemanaber allemal fühlt, wenn man sich nicht wohl befin-det. Doch hat man nicht so viel Fieber,Unruheund Eckel, als in den beyden vorhergehendenKrsnk^heiten, §.599. und6oo.

§. 6c>2.

Wenn man Ursache zu glauben hat, daß Eiterim Blute stecke, oder daß die Galle verdorben seyso muß man von lauter Erdgewächsen leben, z. E^von verschiedenen Wurzeln, mehlichten Gewächlsen, Krautern und Obst. Das Getränk muß rei-nes Wasser oder Mölke, oder auch Wasser seyndas mit ein wenig Citronensaft oder Vitriol»geist säuerlich gemacht worden. Heftigeoder auch zu lange anhaltende Bewegungenschaden in diesen beyden Fallen; sie vermeh-ren das Fieber und beschleunigen dadurch dieFaulung der Säfte.

§. 60;.