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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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584 Von der Einpfropfung

§' 577<

Nun muß ich auch erwas von der Operationselbst sagen. Man macht zween Einschnitte indie Haut; an jedem Arm oder auck, welches ichalleinal vorziehe, an jedem Bein einen. JederEinschnitt muß fünfzehn oder sechzehn Linien langsenn. Hierzu gebraucht man entweder eine ian-zette, oder, wen» man die Wahl hat, ein recht schar-fem Bistouri. Der Einschnitt muß gar nicht tiefsenn; es ist schon hinlängllch, wenn man sieht, daßaus der Mitte eb e mit etwas Blut gefärbte Feuch-tigkeit horvor quillt; fließt das klare Blut heraus,so ist die Operation eben nicht zu gut verrich-tet worden.

In diefen Einschnitt legt man einen Faden,der wol mit Eiter getrankt ist; man bedeckt ihnmit einem Diapalmenpstaster, welches man miteiner Compre/se und Binde so fest macht, daß essich nicht verrücken kann. Man läßt es vier undzwanzig, sechs und dreyßig, oder auch acht und vier-zig Stunden liegen, denn es kömmt da so genaunicht daraus an. Fangen nun die Wunden, wennman den Faden weggenommen hat, ziemlich starkan zu eitern, so legt man einige Faserchen Carpey(ausgerupfter ieinwand) hinein; ist die Eiterungnicht stark, so legt man keine Carpey hinein, < solange bis sie ansangen zu eitern, sondern man legtnur das Pfiasier mit der Compreste und Bindewieder auf, und fahrt fort, sie, alle vier und zwan-zig Stunden, so schlechtweg zu verbinden, so lange

bis