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Von dem Aderlassen
Eine Person sey in einem Zustande, worinsie immer wolle, sie sey auch noch so stark, wennder Aderlaß nicht nothwendig ist, so ist er schädlich.Wiederhole Aderlässe schwachen, entkräften, ma-chen alt; sie mindern die Starke des Umlaufs,machen dadurch anfänglich den Cörper fett und auf-gedunsen, und stürzen ihn endlich, weil sie dieVcr-daininqskrälte zu sehr schwächen, und zulegt ganzund gar verderben, in die Wassersucht. Sie brin»gen die Ausdünstung in Unordnung, und verur-sachen also -eine Neigung zu Flüssen. Sie schwä-chen das Nervensystem, und machen dadurch zuDlmsten, zur Hypochondrie, und zu allen Nerven-krankheiten geneigt.
Man merkt nicht gleich die schlimme Wür-fnng eines Aderlasses. Es scheint sogar, daß man-sich wohl darnach beßnde, wann er nicht betracht-lich genug gewesen, augenscheinlich zu schwächen.Ich wiederhole aber nochmals, daß der Aderlaßsthädlich sey, sobald er nicht nothwendig ist, unddaß man ja nicht damit zu scherzen habe. Man.hat gut zu sagen, daß man einige Tage nachhermehr Blut habe, das heißt, daß man schwerer seyals vorhin, und daß folglich das Blut geschwindewieder ersetzt worden. Die Sache gestehe ich ein;allein eben diese Vermehrung des Gewichts zeugtwider den Aderlaß. Sie ist ein Beweis, daß dienatürlichen Ausleerungen nicht so gut von stattengehen,, und daß Feuchtigkeiten, welche wegqehensollten, im Cörper zurück geblieben seyn. Man hat
wob!