Von den Ohnmachten. 51;
Ein Brechmittel erweckt ein Erbrechen hauptsäch-lich durch die Reihung, die es in den Nerven desMagens verursachet; eine Reißung, worauf derKrampf oder die Zusammenziehung dieses Theileserfolget. Wenn nun der Fehler der Nerven, wel-cher die Dünste veranlasset, macht, daß die Nervendes Magens mit eben der Heftigkeit, als nach einemBrechmittel, zu würken anfangen, so wird derKranke durch heftige Triebe zum Erbrechen ge-plagt werden, gerade als wenn er ein Brechmitteleingenommen hätte.
Wenn eine falsche Bewegung in den Nerven,die sich durch die iunge vertheilen, die kleinenBläsgen, welche bey jedem Athemzuge die frischeiuft einlassen müssen, zusammen ziehet, so spürt derKranke eine Erstickung, gerade als wenn diese Zu»sammenziehung durch einen schädlichen Dunst ver-ursachet wäre.
Wenn die Nerven, die allenthalben in derHaut verbreitet sind, durch eine Folge dieser un-ordentlichen Bewegungen sich zusammen ziehen,wie durch die Kälte oder durch einen Umschlag ge-schehen könnte, so wird die Ausdünstung gehemmt,die Feuchtigkeiten, die sich durch diesen Weg aus-leeren sollten, fallen entweder auf die Nieren, undder Kranke giebt eine große Menge dünnen klarenUrins von sich, — ein sehr gewöhnlicher Umstandbey Personen, die mit Dünsten geplagt sind; oder.sie fallen auf die Gedärme, worauf ein wästerichter,oft sehr hartnäckiger Durchlauf erfolget.
Kk §. 502.