5v8 Von den Ohnmachten.
Diejenigen, welche nach einem Aderlaß erfol»gen, sind gemeiniglich sehr leicht, und vergehen sobald man den Kranken auf ein Bett legt. Per-sonen, die dazu geneigt sind, können denselbigenvorbauen, wenn sie sich im Bette die Ader ösnenlassen. Ist die Ohnmacht etwas stark, so leistetder Geruch des Eßigs, und das Niederschluckendesselbigen mit ein wenig Wajfer, sehr guteHülse.
Man wird §.552. die Mittel wider solcheAnfälle finden, die von allzu starken Brech. oderPurgirmitteln herrühren.
Ohnmachten von Magenbcschwerden.§. 498.
Man hat schon aus §. 308« ersehen, daß dieUnverdaulichkeit Ohnmachten veranlasse, und zwarso starke, daß sie sehr würksame Hülfsmittel, der.gleichen ein Brechmittel ist, erfordern. Biswei-len ist die Unverdaulichst nicht sowohl die Wür«kung der Menge der Nahrungsmittel, als vielmehrder Beschaffenheit, oder der Verdorbenheit der«selbigen. Es giebt Personen, die, nachdem sieEyer,Fische, Krebse, fette Speisen genossen haben,sich übel befinden, und eine Bangigkeit bekommen,die sehr oft mit Ohnmachten begleitet wird. Manurtheilt, daß die Ohnmacht von dieser Ursache her«rühre, wann selbige vorher gegangen, und weder
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