446 Von den Brandschaden.
Allein ausser diesen äusserlichen Mitteln, wel«che die würksamsien sind,die mangebrauchenkann,muß man, wenn der Brandschaden sehr heftig, undstark entzündet ist, und man sich für den Fortgangund die Folgen dieser Entzündung zu fürchten hat,eben dieselbigen Mittel gebrauchen, deren man sichin starken Entzündungen bedienet. Man mußeinen Aderlaß, auch im Fall der Noth mehrere,vornehmen, und die iebensordnung beobachten;nur die Tisanen No. 2. und 4. trinken lassen, undalle Tage zweymal einfache Clysiiere beybringen.
Wenn man die Goldglattsalbe (IFnßucnrumnurritum) nicht gleich bey der Hand hat, lim diePommade No. 64. zu machen, so begnügt mansich, Baumoel mit dem achten Theile Wachs zu«sammen zu schmelzen, und auf zwo Unzen von die«ser Mischung das Gelbe von einem Ep hinzu zufügen. Am allereinfachsten macht man es so:Man schlagt ein Ey, das Weisse sowohl als dasGelbe davon, mit zween löffeln voll Oel, dasnicht ranzig (galstrig) seyn muß, zusammen.
Wenn das Uebel bald geendigt, und nur einesehr kleine Wunde noch übrig ist, so ist es hin»länglich, das Sparadrao oder Oeltuch No. 66»aufzulegen.
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