Von den Brandschaden. 445
Menge von dergleichen Unglücksfällen erfahren,daß ich es für nöthig halte, die rechte Behandlungdieser aufferlichcn Uebel, wann sie nicht nothwen-dig einen Wundarzt erfordern, hier anzuzeigen.Ich will auch ein Wort von einigen äujserlichenKrankheiten sagen, welche von emer innerlichenUrsache herrühren.
Von den Brandschaden.§. 43).
Wann der Brandschaden nur sehr leicht ist,und keine Blasen entstehen, so ist es hinreichend,wenn man ihn mit einem Bäuschlein, (Comprejse,)in kaltes Wasser eingetaucht, verbindet, und damitalle Viertelstunden wechselt, bis man keinenSchmerz mehr fühlt. Wann eine Blase entstan-den, so legt man eine Comprefse von seiner Lein-wand, mit der Pommade No. 64. bestrichen, dar-auf, womit man täglich zweymal wechselt.
Wenn die Haut verbrannt, und das Fleischebenfalls verletzt ist, so muß man sich eben dersel»bigen Pommade bedienen. Allein statt einerCompresse nimmt man Carpey, (eine von iein«wand abgeschabte Wiecke, Schädels,) welche ge«nauer anschließt; und über die Carpey legt manein Stück einfache Wachsleinwand, welche Jeder«man nach No. 65. leicht verfertigen kann, oder,wenn man will, das Pflaster No. 66.
Alkin