348
Von der Ruhr.
»
werden können, als bis er, nach dem Tode seinesVaters, eine große Menge von eben diesen Früch.ten gegessen; und in der Ruhr, welche im Jahre1762. zu iondon sehr stark geherrschet hat, hatein ungemein geschickter Arzt, der sie besonderswohl beschrieben, nämlich Herr Doctor G. Ba-ker beobachtet, daß diejenigen, welche sehr vieleSommer- und Herbstfrüchte gegessen hatten, ent-weder gar nicht, oder sehr leicht von dieser Krank,heit angegriffen worden.
Ich könnte eine große Menge von derglei-chen Geschichten zusammenhäufen; die angeführ-ten aber mögen hinreichen, auch die ungläubig-sten zu überzeugen; und dies Geschäfte ist in mei-nen Augen von vieler Wichtigkeit. Weit ent-fernt, sich der Früchte zu enthalten, wenn eineRuhr herrschet, muß man desto häufiger derglei-chen essen, und die Aufseher der Policey müssen,anstatt sie zu verbieten, die Markte damit anzu-füllen sorgen. Eine Wahrheit, die kein Ver.nünftiger mehr in Zweifel zieht, die die Ersah,,rung beweißt, und wovon der Grund darin liegt,weil gute Früchte allen Ursachen der Ruhr entge,gen arbeiten.
§. 340.
Es ist eine Sache von der äussersten Wich-tigkeit, daß die Kranken an einem besondern Ortezu Stuhle gehen, denn die Excremente sind sehransteckend; und wenn man sich der Steckbecken
bedie-
M