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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von der Ruhr.

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bedienet, so muß man sie geschwinde aus derStube tragen, bestandig frische iuft machen, undviel Weincßig verrauchen lassen.

Es ist auch sehr nöthig, das ieinenzeug oftzu wechseln. Ohne diese Vorsorgen wird die Krank-heit schlimmer, und greift die Hausgenossen an.Es wäre sehr zu wünschen, daß man den gerin-gen Mann von diesen Wahrheiten überzeugenkönnte. Herr Boerhaave rieth, wann die Ruhrepidemisch war, alles Trinkwasser zu schwefeln.Man verbrennt nämlich etwas Schwefeltuch inden Fässern, füllt sie gleich darauf mit Wasser an,und wälzt sie einige Augenblicke herum.

§- 341-Ich weiß nicht, durch welches Schicksal manin feiner Krankheit mehr verschiedene Mittel an-räth, als in dieser; ein jeder rühmt das seinige,streicht es vor andern heraus, und thut das kühneVersprechen, in wenigen Stunden, eine lang-wierige Krankheit zu heilen, wovon er keinen rech-ten Begriff hat, und noch dazu mit einem Mit-tel, wovon ihm die Würkungen ganz unbekanntsind. Der gequälte, unruhige, ungedultige Krankenimmt es an, und vergiftet sich aus Furcht, Ver-druß oder Gefälligkeit. Einige von diesen ver-schiedenen Mitteln sind nur gleichgültig; anderesind gefahrlich. Es würde zu weitläuftig seyn,auch nur die, welche ich kenne, anzuführen. Ichwill nur wiederholen, daß die einzige rechte

Ver-