Von der Ruhr.
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sie beobachtete mit sich eben dieselbige Verfahrungs-art, und beyde stürben.
Als im Jahre l 750. die Ruhr in der Ge-gend von Bern große Verheerungen anrichtete,und man den Genuß der Früchte ernstlich verbot,so assen auf einem iandgute, wo eilf Personenwaren, zehn derselbigen viele Pftaumen; sie wur-den von der Krankheit nicht angegriffen. DerKutscher, allein seinem Vorurtheile getreu, ver-mied sie mit aller Sorgfalt, und bekam eine er-schreckliche Ruhr.
Diese Krankheit wüthete unter einem Schwel-tzer»Regimente, das in den mittägigen Provin-zen vonFrankreich mBesatzung lag. Die Haupt-leute pachteten einige Morgen Weinberge; manbrachte die kranken Soldaten dahin, man pflückteTrauben für diejenigen, die nicht dahin gebrachtwerden konnten, die Gesunden assen nichts an-ders; es starb kein einziger mehr, und es wur-den auch keine mehr angegriffen.
Ein Prediger wurde von der Ruhr überfal-len; die Mittel, deren er sich bediente, halfennichts. Er sahe von ungefehr rothe Johannis-beeren, bekam iust dazu, und aß, von siebenbis neun Uhr des Morgens, drey Pfund davonauf; er befand sich schon denselbigen Tag besser,und am folgenden war er völlig genesen. HerrRirkpatrik meldet in seiner Ueberseßung, daßder Sohn eines bekannten Arztes von einem sehrhartnäckigen Blutgang nicht eher habe geheilet
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