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Von der Ruhr.
von reifen, und insonderheit Sommerfrüchten,sind würkliche Verwahnmgsmittel gegen dieseKrankheit. Das größte Uebel, das sie thun kön-nen, bestehet darin, daß sie die Feuchtigkeiten,und insonderheit die verdickte Galle, wenn der-gleichen vorhanden ist,verdünnen, (denngute reifeSommerfrüchte sind das eigentliche Aufiösungs-mittel der Galle,) und dadurch einen Durchlaufveranlassen; aber eben dieser Durchlauf würdegegen die Ruhr sichern.
Die Jahre 1759. und 1760. waren unge-mein reich an Sommerfrüchten, aber man bemerktekeine Ruhr. Man will sogar beobachtet haben,daß sie selten und nicht mehr so schlimm ist, al:5vormals; und wenn das wahr ist, so kann mancs sicher den zahlreichen Pflanzungen von Obst-bäumen zuschreiben, welche die Früchte sehr ge-mein machen. Allemal wann ich die Rusir be-merkt habe, so habe ich weniger Fleisch und vielFrüchte gegessen; ich habe nie den geringsten An-stoß davon gehabt; und verschiedene Aerzte fol-gen dieser Vcrfahrungsart mit gleichem Nutzen.
Ich habe in einem Hause eilfKranke besucht,die an der Ruhr lagen. Neun liessen sich belch,ren, sie assen Früchte und wurden gesund. DieGroßmutter und ein Kind, das sie vor allen liebte,stürben. Sie behandelte gleich vom Ansaugedas Kind auf ihre Art, mit gebranntem Wein,Oel, einigen Gewürzen, und vermied alle Früchte;
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