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Von der Ruhr.
werden sehr hausig; man zahlet deren achtzehn,Zwölf, fünfzehn in jeder Stunde; in diesen Um»ständen wird der Mastdarm stark gereitzet, derStuhlzwang, (oder der Trieb zu Stuhl zu gehen,obgleich keine Materie da ist,) verbindet sich mitder Ruhr, und veranlasset oft einen Vorfall desMastdarms; der Kranke wird von den grausam«sien Schmerzen gemartert. Zuweilen sieht manWürmer, einen dicken Schleim, welcher Stückenvon Gedärmen gleich ist, ja bisweilen gar Klum-pen von geronnenem Blut abgehen.
Wenn das Uebel sehr schlimm wird, so ent-zünden sich die Gedärme, es erfolgt eine Eiterungund Brand; der bedaurenswürdige Kranke giebtEiter, und schwarzes stinkendes Wasser durch denStuhlgangvon sich; dann kömmt das Schluckst»,der Kranke phantasirt, sein Puls wird schwach, erfallt in kalte Schweisse und Ohnmachten, die sichmit dem Tode endigen.
Bisweilen erfolgt eine tobende Raserey kurzvor dem Ende. Ich habe bey zween Krankeneinen ziemlich seltenen Zufall bemerkt, der darinbestand, daß sie drey Tage vor ihrem Ende nichtsniederschlucken konnten.
Aber das Uebel ist gemeiniglich nicht so hef.tig, als ich es bisher beschrieben habe; die Stuhl,gange sind nicht so häufig; 25 bis 40 mal in ei.uem Tage. Die ausgeleerte Materie ist nicht sosehr mit fremden Theilen, und mit wenig Blutvermengt; der Kranke behält einige Kräfte; die
Stuhl«