Von der Ruhr. Zzy
Gedärme, und reihet dieselbige; worauf dieSchmerzen und Ausleerungen erfolgen.
Diese Gattung von Ruhr findet man zu allenZeiten und in allen iändern. Wenn aber zu die«ser Ursache andere hinzukommen, welche die Safteverderben können, z. E. wenn eine große Anzahlvon Menschen in einen allzuengen Raum, derglei-chen die Hospitäler, die Feldlager, die Gefang-nisse sind, eingeschlossen wird, so entspringt darauseine Bösartigkeit der Safte, welche mit der Ur.sache der Ruhr gemeinschaftlich würkt, und dieseKrankheit schlimmer macht.
Das Uebel 'fängt vielmehr mit einem allg«.meinen Frost von einigen Stunden, als mit einemSchauder an/ der Kranke verliert gar bald seineKräfte; er fühlt lebhafte Schmerzen im Unterlei-be, welche bisweilen verschiedene Stunden anhal-ten, ehe die Ausleerungen ansangen; er bekömmtSchwindel, und Trieb zum Erbrechen; er wirdblaß; der Puls schlagt hingegen wenig oder garnicht fieberhaft,gemeiniglich aberist er klein; end.lich erfolgen die Stuhlgange; die ersten sind oftnur dünne und gelblich, aber bald nachher werdensie mit einem zähen Schleim vermengt, der oft mitBlut gefärbt ist. Ihre Farbe ist verschieden, siesind braun, grün, schwarz, mehr oder wenigerfiüßig, und stinkend. Vor jedem Stuhlgange ver.mehren sich hie Schmerzen, und hie StuhlgängeA 5 wer*