) z 2 Von der Gallenkrankheit.
Eine sehr schwache Suppe aus einem Huhn,oder einem Pfund mager Kalbfleisch, mit dreyKannen Wasser, eine Stunde lang, gekocht, istin diesem Falle sehr gut. Man bedient sich mitVortheil der Mölke, und, wo man es haben kann,ist Buttermilch das beste Getränk. Allein sofrey die Wahl bey diesen Mitteln ist, so nothwen,big ist es, eine große Menge davon zu trinken.Die Clystiere werden alle zwo Stunden beyge-bracht.
2) Wenn der Kranke stark und vollblütig,der Puls im Anfange stark, und die Schmerzenausferst heftig sind, so vermindert ein ein- oderzweymaliger Aderlaß, gleich beym Anfange desUebels, die Heftigkeit destelbigen, und macht,daß man Zeit gewinnt, auch andere Mittel zu ge-brauchen. Ich habe Exempel Zehabc, daß nachdem ersten Aderlaß das Erbrechen fast ganzlichaufgehöret hat.
Nach fünf oder sechs Stunden legt sich dieWuth dieses Uebelsein wenig; aber man muß,während dieser Stille, keinesweges die Mittelbey Seite setzen; es kömmt bald nachher mit vie-ler Stärke, wieder, und die Cur bleibt unver-ändert.
)) Das laulichte Bad giebt gemeiniglichErleichterung, so lange man darin ist; aber dieSchmerzen kommen oft wieder, bald nachherals man heraus gestiegen. Doch ist dies keinGrund, dasselbige zu versäumen; umso vielmehr,
da