Von der Gallenkrankheit. 3 31
tig gewesen, rmd man wenig oder gar keine Som-merfrückte gehabt hat, deren Gebrauch die fau-lende Schärfe der Galle mäßigt.
§. Z2Z.
So heftig auch diese Krankheit ist, so ist siedoch nicht so gefährlich, noch so grausam, als dieeben vorhergehende; viele erholen sich wiederdavon.
Man muß 1) diese scharfe Galle durch über-fiüßiges Trinken zu verdünnen, oder, so zu sagen,zu überströmen suchen; das Getränk muß aberdurch und durch die Beschaffenheit haben , dieSchärfe zu versüssen, weil die Reitzung so großist, daß alles, was nur die geringste Scharfe beysich hat, Schaden thun würde. Folglich mußman dem Kranken beständig, sowohl an Getränkals an Clystieren, entweder Gerstenwasscr, oderMandelmilch, oder Wasser mit einem AchtteilMilch, von welchem Mittel ich sehr gute Wür-kung gesehen habe; oder eine leichte Brodttisanegeben, und letztere auf eine solche Art machen,daß man ein Pfund geröstetes Brodt, 'mit dreyoder vier Kannen Wasser, eine halbe Stunde hin.durch, kochen lässet; in der Schweiß bedient mansich hiezu vorzüglich des Haberbrodts. Manröstet auch mit einem guten Erfolge Rocken, stößtihn zu Pulver, und macht daraus eine leichteTisane.
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