Zo8
Von den Koliken.
wird bläulicht; es erfolgen Ohnmachten, und derKranke stirbt. Ost kömmt, ganz kurze Zeit vordem Tode, eine häufige Ausleerung durch denStuhlgang, von einer äusserst empfindlichenund widerlichen Materie, und während dieserAusleerung stirbt der Kranke mit brandigtenGedärmen.
Wann'das Uebel den Magen angreift, so sinddie Zufälle eben dieselbigen; aber der Schmerzwird mehr nach oben zu, in der Gegend der Herz-grube, empfunden. Man bricht fast alles, wasman zu sich nimmt, aus, die Bangigkeit ist er-schrecklich, und die Phantasien kommen sehr ge-schwind. Diese Krankheit tödtet in sehr wenigTagen.
§. 298.
Die einzige Heilungsart derselbigen ist:
1) Man nimmt einen sehr großen Aderlaßam Arme vor. Dieser schwächt fast alsobald dieWuth der Schmerzen, stillet das Erbrechen, undmacht übrigens die andern Mittel würksamer.Oft muß man ihn zwo Stunden nachher wie-derholen.
2) Man setzt alle zwo Stunden, es mag einDurchfall vorhanden seyn oder nicht, ein Clystier,aus einem Decoct von Käsepappeln (ivialva)und Oel, oder von Gersten und Oel zurechtgemacht.
Z) Man