Von den Koliken. 357
des Magens oder der Gedärme herrühret. Siefängt zum öftersten ohne Schauder, mit einem lief-tigen schmerz in dem Unterleibe an. DerSchmerz wird allmählig stärker, und der Pulsgejchwind und hart; der Kranke empfindet einebrennende Hiße in dem ganzen Unterleibe; biswei-len hat er einen wasserigen Durchlauf, ein ander,mal ist er vielmehr verstopft, und hat dabey Er-brechen welches ein sehr schlimmes Zeichen ist;das Gesicht wird roth, und der Unterleib gespan n'man kann leßteren nicht berühren, ohne die Schmer!zen des Kranken auf eine grausame Art zu ver-mehren, der auch, neben diesen Schmerzen, äus-serst unruhig ist. Der Durst ist sehr groß undnicht zu stillen; der schmerz verbreitet sich oftbis m txeienden, wo er sehr lebhaft ist/ das Was-ser ist nicht häufig, und dabey brennend und roth-der Patient schläft keinen Augenblick, bisweilenphantasirt er ein wenig. Wenn das Uebel nichtgehemmt, oder gemäßigct wird, ehe die Schmer-zen aufs höchste gestiegen, so fängt der Krankenachher an, sich weniger zu beklagen; der Pulswird weniger stark, und weniger hart, aber qe-schwmder als vorhin; das Gesicht verliert etwasvon seiner Rothe, wird bald darauf blaß, undbekommt e,nen blauen Kreis um die Augen- derKranke verfällt in eine stille Phantasie, und verliertganz und gar seine Kräfte; das Gesicht, die Hän-de, die Fusse, der ganze Cörper, der Unterleib aus-genommen, werden kalt; die Haut am UnterleibeU 2 wird