Von den faulen Fiebern. 247
ches das sogenannte Brechmittel ist, einzunehmen,können das Pulver No. 55. gebrauchen, und,wann es würken würde, auch viel laulichtes Wastser trinken. Das erste ist aber in schweren Fal-len vorzuziehen. Uebrigens muß man weder daseine noch das andere gebrauchen, wann eine Ent-zündung da ist, alsdann wäre es ein wahres Gift,und sogar muß man es nicht gebrauchen, wanndas Fieber nur sehr stark, obgleich ohne Entzün-dung ist.
Die Zeit, es zu geben, ist nach dem Fieber«Anstoß, wann dasselbe sich sehr gelegt hat. Gemei-niglich purgiert die Arzeney No. 34. nachdem dasErbrechen aufgehöret. Das Mittel No. ) 5. thutselten diese Würkung.
Sobald das Erbrechen ganz geendigt ist, sofangt man die Tisane wiederum an; und manmuß sich sehr in Acht nehmen, daß man dem Kran-ken nicht unter dem Vorwande, daß er purgiertworden, Fleischsuppe gebe. Man verfährt anden folgenden Tagen, eben wie an den ersten. Daaber sehr viel daran gelegen ist, den leib offen zuerhalten, so muß man alle Morgen die TisaneNo. )2. trinken. Diejenigen, welchen sie zukostbar ist, können an ihrer statt alle Tage einVierteil von dem Pulver No. 54. in sinf odersechs Tassen Wasser auflösen, und, vom frühenMorgen an, alle zwo Stunden eine Tasse volldavon trinken. Wenn aber das Fieber sehr starkwäre, so müßte No. )2. vorgezogen werden.
Q 4 " 4) Wenn