246 Von den faulen Fiebern.
2) Wenn eine Entzündung da ist, welchesman an der Stärke und Harte des Pulses, undan der ieibesbeschaffenheit des Kranken erkennet;wenn er von Natur stark ist, oder wenn er sichdurch eine von den §. 252. angeführten Ursachenerhitzet hat, so muß man einen Aderlaß vorneh-men, und sogar einige Stunden nackher noch ei-nen zweeten, wenn die Umstände es erfordern. Icherinnere aber, daß sehr oft keine Entzündung daist, und daß ein Aderlaß in einem solchen Falleschädlich seyn würde.
z) Wann der Kranke, zween Tage hindurch,von den obigen Getränken häufig getrunken, wannder Mund noch sehr unrein ist, und sich starke Nu-tzungen zum Erbrechen zeigen, so giebr man ihmdas Pulver No. 94., in einem Quartier laulich-ten Wassers aufgelöst, wovon er alle Viertelst««-den ein Glas voll, ungefehr drey Unzen, trinkt.Da aber dieses Mittel Erbrechen verursacht, somuß man es nicht eingeben, ohne gewiß zu seyn,daß kein Umstand vorhanden ist, der den Gebrauchdesselbigen verbietet. Diese Umstände werdenin dem Capitel von den Vorbauungsmitteln ange-zeiget werden. Wenn die ersten Glaser ein häu-figes Erbrechen veranlassen sollten, so muß mannichts mehr geben, und es nur bey einer sehr gros-sen Menge laulichten Wassers bewenden lassen.Thun sie diese Würkung nicht, so hält man so lan-ge damit an, bis sie sie hervorbringen. Dieje-nigen, welche sich fürchten, dieses Mittel, wel-ches