Druckschrift 
Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
Entstehung
Seite
242
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

242 Von den faulen Fiebern.

§- 2Z7-

Diese Krankheit meldet sich oft einige Tagevorher an, durch eine große Niedergeschlagenheit,Schwere des Kopfs, Schmerzen in den iendenund Knien, durch einen faulen Geschmack imMunde des Morgens, wenn man nüchtern ist,wenig Appetit, emen unruhigen Schlaf; biswei-len durch überaus starke Kopfschmerzen einige Ta-ge hindurch, ohne irgend einen anderen Zufall.Darnach kömmt ein Schauder, worauf eine scharfeund trockne Hitze folgt; der Puls, der wahrenddes Schauders klein und geschwinde ist, hebt sichwährend der Hitze, und ist oft sehr stark, abernicht so hart, als bey den vorhergehenden Krank-heiten, es wäre dann, daß ein Entzündungsfie«ber, wie es bisweilen geschieht, zu dem fau-len Fieber stieße. Wahrend dieser Zeit sind dieKopfschmerzen gewöhnlich sehr heftig, der Kran-ke hat fast immer Eckel, und sogar bisweilen Er-brechen, Durst, unangenehmes Aufstossen, Bit-terkeit im Munde, und wenig Abgang des Urins.Diese Hitze dauret einige Stunden, oft die ganzeNacht hindurch; gegen Morgen nimmt sie einwenig ab; der Puls, der beständig fieberhaft ist,ist es alsdann etwas weniger; der Kranke leidetnicht so stark, aber er ist sehr niedergeschlagen.

Die Zunge ist weiß und unrein, die Zähnewerden schmutzig, der Athem hat einen Übeln Ge-ruch. Die Farbe, Menge, und Dicke des Wassers

ist

^