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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von den Pocken.

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§. 2l6.

Eine ungemein kräftige Beyhülfe, die langeZeit blos als ein Mittel zur Erhaltung der Schön-heit des Gesichts ist gebraucht worden, in derThataber den größten Einstuß auf die Erhaltung desiebens hat, bestehet darin, die Blattern nicht nurim Gesichte, sondern auch am ganzen ieibe zu öf-nen. Durch diese Oefnung verhütet man zuerst,daß der Eiter sich nicht zu lange aufhalt, folglichauch nicht zu tief einfrißt, keine Narben und tiefeGruben, oder andere Verunstaltungen dieser Artzurücklaßt. Zweytens, verhindert man, wen»man dem Gift auf diese Art einen Ausgang ver-schafft , daß es nicht ms Geblüt zurücktritt, undhebt eben dadurch eine wichtige Ursache der Gefahr.Drittens, man hebt die Spannung der Haut, dieGeschwulst des Gesichts, und des Halses, /enach-dem man die Pocken aufsticht; folglich erleichtertman den Rücklauf des Geblüts vom Gehirne; diesist ein sehr großer Vortheil. Man muß die Oef.nung an allen Theilen nach und nach vornehmen,jenachdem die Blattern reif werden. Der Zeit-punkt, worin sie geschehen muß, ist, wenn sieganz weiß sind, sobald sie nur anfangen, ein we«nig gelb zu werden, und der rothe Ring, der sieumgeben hat, ganz blaß geworden ist. Manösnet sie mit einer sehr feinen Scheere, mit eineriancette, oder mit einer Nadel, welches dem Kran-ken gar keinen Schmerz verursachet; und wennman eine gewisse Menge aufgeschnitten, oder

auf-