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Von den Pocken.
denselbigen ansetzen, zu reinigen. Diese Vor-»sorgen vermindern nicht nur die Beschwerden desKranken, sondern würken auch sehr kräft'g zu sei-ner Genesung.
4) Wenn das Gesicht und der Hals sehr ge-schwollen sind, so legt man erweichende Umschlagean den Fußsolen; ist dies nicht hinreichend,so legtman den Sensteig daraus. Dieser ist ein Pfia-ster, welches aus Sauerteig, Senf und Wein-eßig bereitet wird. Es verursachet zuweilen über-aus heftige und brennende Schmerzen, aberjenach.dem diese Schmerzen sich vermehren, wird derKopf und der Hals merklich freyer.
§. 215.
Wenn die Krankheit heftig ist, so schwellen dieAugenlieder so stark, daß die Augen sich, verschie-dene Tage hindurch, nicht öfnen können. Mandarf sie nur oft mit ein wenig Milch und laulich-tem Wasser anfeuchten. Die Bemühung, siemit Safran, einem Dukaten, oder Rosenwasserzu bestreichen, ist eben so unnütz als kindisch.Man verhütet am besten die Rothe der Augen nachder Krankheit, und überhaupt alle anderen Fol-gen, wenn man sich lange Zeit mit wenig Nah-rungsmitteln begnügt, und insonderheit wederFleisch noch Wein zu sich nimmt. In den bös-artigen Pocken, und bey den kleinen Kindern Mes-sen die A»gen sich gleich vom Anfange des Aus-bruches.
§. 2l6.