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Von den Pocken.
aufgestochen hat, so trocknet man zu mehrcrn ma-len mit einem feinen in laulichtes Wasser einge-tunkten Schwamm den Eiter ab, der sich sonst leichtin Raben verwandelt. Da aber die ausgeleertenBlattern sich ziemlich geschwinde wiederum anfül-len, so muß man diese Oefnung nach einigen Stun-den wiederholen, und sie bisweilen fünf oder sechs-mal nach einander vornehmen. Diese Sorgfaltwird manchem als nichtsbedeutend vorkommen,und gewiß nie eine allgemeine Versahrungsartwerden; aber ich wiederhole es, sie ist wichtiger,als man glaubt, und, in einem sehr starken Ei-terungsfieber, ist eine allgemeine, sorgfaltige undwiederholte Oefnung der reifen Blattern das kraf-tigste Mittel, weil es die beyden Hauptursachender Gefahr, nemlich den Eiter und die Spannungder Haut, wegnimmt.
§. 217.
Ich habe, bey der Behandlung dieser Krank-heit , die allgemein übliche Schmerzstillende undSchlafmachende Mittel nicht empfohlen. Ichbrauche sie aber fast niemals in dcrselbiZen, und.habe in dem obgedachten Briefe an den Herrnvon Haller die Größe ihlvr Gefahr gezeiget.Folglich muß man allenthalben, wo man keinenArzt hat, mit der größesten Sorgfalt, Theriak,iaudcmum, Oiacucüuni oder Syrup von weis-sem, wie auch von rothem Mohn; Bernstein-syrup, Pillen aus Storax, oder Hundszungen
(mliul