Von den Pocken.
207
leichte fieberhaste Bewegung, worauf nach Endi-gung derselben viele Blattern ausbrechen. Al-lein wann das Fieber nach dem ersten Ausbrucheganzlich nachlaßt, so darf man nur sehr wenig Po-cken erwarten. Denn wenn der Ausbruch häufigist, oder werden wird, so hört das Fieber, wieich gesagt habe, nicht ganz und gar auf, sondernes bleibt noch immer ein wenig zurück, und stelltsich alle Abend ein.
Dle Blattern sind bey ihrem ersten Ausbru-che kleine rothe Flecken, und sehen fast wie Flöh-siiche aus, haben aber in der Mitte einen kleinenweissen, etwas erhabenen Punct, der nach undnach größer wird, und die Rothe breitet sich rundherum aus. Je mehr sie zunehmen, desto weijserwerden sie, und gemeiniailch /ind sie am sechstenTage nach ihrem Ausbruche auf dem höchsten Gip-fel ihrer Größe, und ganz mit Eiter angefüllt.Einige wachsen zu der Größe einer Erbse an, ande-re werden sogar noch höher; doch machen dieseden kleinsten Theil aus. Von dieser Zeit fangensie an, reif und gelb zu werden, zu trocknen, undin braunen Schuppen abzufallen, zehn oder zwölfTage, nachdem sie ausgeschlagen sind. Da siezu verschiedenen Zeiten ausbrcchen, so werden sieauch nach und nach reif, trocknen und fallen ab.Das Gesicht ist zuweilen schon rein, wenn an denBeinen noch unreife Blattern sind. Die an denFußsolen, dauren sehr lange.
§. 205.