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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von dm Pocken.

§. 205.

< Die Haut wird nothwendig durch die Blat-tern auegedehnt, und sobald eine gewisse Mengederselbigen ausgeschlagen ist, so werden alle Zwi-schenraume roth, glänzend, und dieHaut stark ge-schwollen. Das Gesicht ist der Theil, der zuerstschwillt, weil die Blattern daseibss am ersten ihrevollkommene Große erreichen; und die Geschwulstist bisweilen so stark, daß sie ein fürchterlichesAnsehen giebt. Eben dies trift den Hals; unddie Augen werden ganz geschlossen. Die Ge-schwulst des Gesichts verliert sich, je nachdem diePocken abtrocknen, und alsdann werden die Hän-de überaus geschwollen. Darauf folgen die Bei-ne, denn die Geschwulst richtet sich nach der Ord-nung der höchsten Größe Ler Vocken, und diese folgtnach und nach in den eben genannten verschiede-nen Theilen.

tz. 206.

Wenn man viele Blattern hat, so kömmtdas Fieber wiederum zum Vorschein, wenn dieEiterung angeht. Und darf man sich wohl hier-über wundere ? Ein einziges Hlutgeschwür (tu-runcuiuz) erweckt ein Fieber, warum sollten nichtganze Hunderte, oder Tausende dergleichen kleinerGeschwüre ein solches erwecken? Dieses Fieber,st der gefährlichste Zeitpunct der Krankheit, undfallt zwischen den neunten und drenzehnten Tag;denn die Reift kömmt wegen verschiedener Um-stände